Alte Eiche wird nicht ewig stehen

Vom Zustand älterer Bäume bis zur Kanalsanierung: Viele Themen bei Ortsratssitzung in Westerhof

Ortsbürgermeister Rudolf Kunz an der alten Eiche in der Westerhöfer Straße. Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht wird der Baum nicht ewig stehen bleiben können.

Westerhof. Die alte Eiche an der Westerhöfer Straße wird nicht ewig stehen bleiben können. Da ihr Zustand nicht gut ist, sei absehbar, dass sie aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden muss. Das berichtete Westerhofs Ortsbürgermeister Rudolf Kunz (SPD) während der jüngsten Sitzung des Ortsrates, zu der dessen Mitglieder und interessierte Einwohner in den „Treffpunkt“ gekommen waren.

Kunz verwies darauf, dass die Eiche kürzlich zum wiederholten Mal beschnitten worden sei und trockene Äste entfernt wurden. Bei einem Gespräch am Tage der Sitzung habe er erfahren, dass seitens der Klosterforst vor circa zwanzig Jahren im „Eichstrang“ Eichen gepflanzt wurden. Diese sollten nunmehr beschnitten werden, damit ein ordentlicher Wuchs garantiert werden könne.

Hierzu sind bereits Gespräche mit Mitarbeitern der Forst aufgenommen worden, berichtete Kunz. Im Herbst sollen die Baumschneidearbeiten zu günstigen Konditionen durch die Forstmitarbeiter durchgeführt werden.

Zum Auftakt seines Berichts hatte der Ortsbürgermeister darauf hingewiesen, dass wegen des Coronavirus viele Veranstaltungen wie Osterfeuer, das Maibaumaufstellen und die Pfingstfeier abgesagt werden mussten. Auch das traditionelle Milchbockfest werde am kommenden Wochenende nicht stattfinden. Fast alle Jahreshauptversammlungen wurden abgesagt, die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Westerhof konnte im Januar allerdings noch ausgerichtet werden, der Ortsrat hat daran teilgenommen.

Kunz berichtete, dass der Ortsrat im Januar Informationen bekommen hat, dass in Westerhof Windräder aufgestellt werden sollen. „Das war für uns neu und überraschend.“ Eine Rückfrage bei der Gemeinde habe ergeben, dass dort und auch beim Landkreis Northeim keine Informationen über die Aufstellung von Windkraftanlagen vorliegen. Beide Institutionen seien auch nicht involviert gewesen.

Der Ortsbürgermeister erläuterte unter anderem auch, dass die Arbeiten am „Luhneteich“ abgeschlossen sind. Seitens der Gemeinde sei ihm aber mitgeteilt worden, dass weiter beoachtet werden müsse, ob der Teich denn auch tatsächlich kein Wasser mehr ablasse.

Die 500 Euro aus dem Ehrenamtsfonds der Harzenergie hat der Heimatverein erhalten, berichtete Kunz im weiteren Verlauf. Hierfür hat der Verein mobile, mit einem Dach ausgestattete und komplett auseinandernehmbare Theken für verschiedene Dorfaktivitäten bauen lassen.

Kunz regte an, im zweiten Halbjahr einen Dorfputz auszurichten. Da diese Arbeiten an der frischen Luft stattfinden, dürfte es aufgrund der derzeitigen Coronapandemie auch keine Probleme geben. In anderen Ortschaften hätten auch bereits Dorfreinigungen stattgefunden. 

Der Ortsrat bittet nach einem einstimmigen Votum darum, für folgende Sanierungsmaßnahmen Mittel in den Haushalt 2021 aufzunehmen: die Einrichtung eines barrierefreien Zugangs zum Treffpunkt – dem Eingang zur Halle und für die Bereitstellung des eventuellen Fehlbetrags für die Sanierung des Dachs am Treffpunkt.

Ein weiteres Thema war die Zustimmung zu außerplanmäßigen Ausgaben für die Vergabe von Planungsleistungen zur Durchführung von Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Regenwasserkanalisation und Trinkwasserversorgung. Eberhard Bohnsack berichtete für die Verwaltung der Gemeinde Kalefeld, dass die entsprechende Vorlage bereits vom Rat der Gemeinde bei seiner vergangenen Sitzung beschlossen worden war (GK berichtete).
Anschließend ging er näher auf die möglichen Anliegerkosten ein. Hierzu sei angedacht, zu gegebener Zeit eine Anliegerversammlung durchzuführen. Während der kurzfristig für Fragen der Einwohner zu diesem Punkt unterbrochenen Sitzung fragte eine Einwohner nach, ob auch der Körberberg mit in die Berechnung der Anliegerkosten fällt, beziehungsweise von den Sanierungsmaßnahmen betroffen ist. Bohnsack teilt hierzu mit, dass neben der Westerhöfer Straße auch der Körberberg in der Ausbaustrecke liegt.

In der Einwohnerfragestunde spielte wiederum das Thema Bäume eine Rolle. So bat eine Einwohnerin darum, die Esche an der Auebrücke Richtung „Untere Teichstraße“ auf Totholz zu untersuchen. Hier seien desöfteren trockene Äste auf den Gehweg gefallen. Es besteht Verletzungsgefahr. Die Ortsratsmitglieder hatten zuvor die Gemeinde darum gebeten, das Buschwerk in der Wassergasse zurückzuschneiden.art