Ausbau im „Hasenkamp“ soll in zwei Teilbereichen vorgenommen werden

Maßnahme wird für Anlieger Straßenausbaubeiträge auslösen / Fertigstellung noch im Herbst 2020

Die Straße „Hasenkamp“ wird in zwei Teilbereichen ausgebaut. Im Vordergrund der südliche Teil.

Sebexen. In der jüngsten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses stellte der Dipl.-Ing. Norman Treuberg von Ingenieurbüro Treuberg & Hinst (Hildesheim) die aktuelle Entwurfsplanung für den Ausbau der Straße „Hasenkamp“ in Sebexen vor. Wie Treuberg mitteilte, soll die Straße auf etwa 260 Metern saniert werden. Dabei handelt sich um einen östlichen Teil mit rund 150 Metern und einen westlichen Teil mit rund 110 Metern.

Geplant sei die Aufnahme der vorhandenen bituminösen Schicht und der Einbau einer Ausgleichsschicht mit Schottermaterial. Die neue bituminöse Tragschicht soll eine Stärke von 14 Zentimertern und die bituminöse Deckschicht eine Stärke von vier Zentimetern erhalten. Die Straße werde auf 5,5 Meter verbreitert. Im Abschnitt Ost entsteht eine Gossenanlage auf der Südseite mit einer Gesamtbreite von 50 Zentimetern mit entsprechenden Straßenabläufen mit wasserdurchlässiger Oberfläche. Dort soll auch der vorhandene Regenwasserkanal erneuert werden.

Eine bodentechnische Untersuchung habe ergeben, dass der Unterbau, wie vorhanden, tragfähig wäre, so Treuberg. In diesem Zusammenhang sei auch wichtig, dass der Boden, der durch die Maßnahme „angefasst“ werde, unbelastet sei und dementsprechend entsorgt werden könne. Der vorhandene Schmutzwasserkanal soll nur an drei oder vier Punkten saniert werden, so Treuberg, ansonsten soll dieser nicht weiter berührt werden. Im östlichen Teil müsse der Regenwasserkanal ausgebaut und neu hergestellt werden.

Mit dem Beginn der Maßnahme könne nach den Ausschreibungen spätestens nach den Sommerferien begonnen werden, sodass mit einer Fertigstellung wohl im Herbst zu rechnen sei. Weiter betonte Treuberg, dass man mit den Anliegern im Gespräch sei, und die Behinderungen so klein wie möglich halten werde. Dennoch müsse die Straße zeitweise ganz gesperrt werden, darüber würden die Anlieger und Unternehmen jedoch rechtzeitig informiert.

Besonders interessierte die Anlieger die Frage, ob für dieses Maßnahme Straßenausbaubeiträge zu errichten seien. Hierzu sagte der Bauamtleiter, Eberhard Bohnsack: „Wenn man nur die Deckschicht erneuern würde, wäre es eine Instandsetzung. Aber in diesem Fall wird die Straße komplett erneuert und ist deswegen beitragsfähig“.

Zu den ermittelten Kosten sagte Treuberg, dass in den vergangenen Jahren die Baupreise und die Preise für die Entsorgung rasant gestiegen seien, teilweise zwischen fünf und zehn Prozent. Im aktuellen Haushaltsplan musste ein zweiter Nachtragshaushaltsplan aufgestellt werden. Darin erhöht sich der ursprüngliche Ansatz für die Erneuerung des Regenwasser-Kanals um 22.000 Euro auf 173.000 Euro und für den Straßenbau um 5000 Euro auf 320.000 Euro. Die Maßnahme kann Zuschüsse aus dem Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungsgesetz (GVFG) in Anspruch nehmen. Diese Mittel sind beantragt und bewilligt, ein Bescheid liegt der Gemeinde vor.

Die Beschlussvorlage mit ihren beiden Unterpunkten „Vorstellung Ausführungsprogramm“ und „Zustimmung der Ausführungsplanung als Ausbauprogramm“ wurde als Empfehlung für den Rat der Gemeinde Kalefeld mit jeweils vier Ja-Stimmen, zwei Gegen-Stimmen und einer Enthaltung beschlossen.hn