Ausschuss empfiehlt Ankauf und Pachtvertrag der Sportanlage

Da der Haushaltsplanentwurf noch in Frage steht, musste vorbehaltlich abgestimmt werden

Im November besichtigten die Ausschussmitglieder die Sportanlage in Kalefeld.

Sebexen. In der jüngsten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses wurde auch der Beschluss zum Ankauf der Sportanlage Kalefeld inklusive des Sportheimes als Empfehlung an den Rat verabschiedet. Die Ausschussmitglieder stimmten einstimmig für den Ankauf. Mit fünf Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde auch der Pachtvertrag mit dem TUS-Kalefeld empfohlen.

Die Freie Wählergruppe enthielt sich, da der Pachtvertrag noch nicht im Ortsrat diskutiert werden konnte, wie der Sprecher Klaus Oppermann betonte. Die gesamte Empfehlung dieses Tagesordnungspunktes musste in diesem Fall vorbehaltlich geschlossen werden, da zuvor der Antrag der CDU/Grüne-Gruppe, die Verwaltung möge einen neuen Haushaltsplanentwurf mit Einsparungen aufstellen, mit vier Ja- und drei Nein-Stimmen beschlossen wurde (wir berichteten). Der Bürgermeister der Gemeinde Kalefeld, Jens Meyer, berichtete dazu, dass im Vorfeld mit allen Beteiligten gesprochen wurde. Der Nutzungsvertrag sei genauso ausgeführt wie auch mit allen anderen Vereinen der Gemeinde.

In der Beschlussvorlage steht, dass die Gemeinde die Sportanlage mit dem Sportheim vom Landkreis Northeim zu einem symbolischen Preis von einem Euro erwirbt. Für 25 Jahre soll die Anlage an den TUS verpachtet werden. Für den Ankauf fallen neben dem Kaufpreis von einem Euro auch Notarkosten in Höhe von rund 1.000 Euro an. Grunderwerbssteuer müsse, da die Aufwendungen für die Sanierung der Anlage gegengerechnet werden können, voraussichtlich nicht gezahlt werden. Unter anderem aus Gründen der Verkehrssicherheit ist vorgesehen, die gemeindlichen Sportanlagen in Sebexen, Düderode, Westerhof und Willershausen per Nutzungsvertrag an die jeweils nutzenden Vereine zu übertragen.

Der TUS habe mit diesem Pachtvertrag die Möglichkeit, Zuschüsse für die Sanierung beim Landessportbund und Kreissportbund sowie bei den Sport- und Kulturstiftungen des Landkreises zu beantragen. Diese Möglichkeit hätte die Gemeinde nicht. Auch das Einwerben von Spenden und die Erbringung von Eigenleistungen wären dadurch unmöglich. Einvernehmen bestand darin, dass der Pachtvertrag mit dem TUS, und weitere Nutzungsbedingungen mit den Vereinen LG Altes Amt und FC Auetal abgeschlossen werden.

Der Pachtvertrag beginnt am 1. Juli dieses Jahres. Bestandteil des Pachtvertrages ist, dass der TUS alle mit dem Betrieb und der Unterhaltung anfallenden Kosten, wie die Grünpflege, Strom-, Gas- und Wasserverbrauch, sowie Abwasser- und Abfallentsorgung und weitere Gebühren wie Schornsteinfeger übernimmt. Für die Zeit vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021 übernimmt die Gemeinde aufgrund der doppelten Belastung des Vereins mit Bewirtschaftungskosten (Sportanlage und TUS-Center) die nachgewiesenen Strom- und Heizungskosten bis zu einem Höchstbetrag von 5.000 Euro.

Auf Beschluss des Verwaltungsausschusses zahlt die Gemeinde bis auf Widerruf eine Entschädigung für die Sportplatzpflege in Höhe von 0,10 Euro pro Quadratmeter. Mit der Zahlung eines Pauschalvertrages von 4.000 Euro jährlich soll der Zuschuss für alle Kosten der Grünpflege, Platz- und Tribünenpflege und Straßenreinigung abgedeckt werden.hn