Barrierefreier Raum für Sitzungen und größere Veranstaltungen gesucht

Ortsrat Kalefeld bittet Gemeindeverwaltung um Unterstützung / Einstimmiges Votum für Geopark-Stele

In der Aula der Auetalschule fand die jüngste Sitzung des Ortsrates Kalefeld statt.

Kalefeld. Die Suche nach einem langfristig geeigneten Tagungs- und Versammlungsraum für den Ortsrat Kalefeld und andere Institutionen hat das Gremium während seiner vergangenen Sitzung in der Auetalschule Altes Amt beschäftigt. Vor dem Hintergrund der zum Ende dieses Schuljahres erfolgenden Schließung der Schule bat der Ortsrat die Gemeindeverwaltung unterstützend bei der Suche nach anderen Möglichkeiten in Kalefeld tätig zu werden und Alternativen vorzuschlagen oder bereitzustellen.

Benötigt werde ein barrierefreier Raum für Sitzungen und größere Veranstaltungen. Dazu könnten zum Beispiel Blutspendetermine oder Vereinsjubiläen gehören, so Ortsbürgermeister Klaus Oppermann WG Kalefeld) im Nachgang der jüngsten Ortsratssitzung. Um die barrierefreie Fahrzeughalle der Feuerwehr zu nutzen, müssten die Fahrzeuge herausgefahren werden, was von der Feuerwehr nicht verlangt werden könne, gab Harald Ude (WG Kalefeld) in der Sitzung zu bedenken. Kalefeld sei die Ortschaft innerhalb der Gemeinde, in der die Situation am schlechtesten sei. Das öffentliche Leben dürfe nicht darunter leiden.
„Wir sehen die Notwendigkeit und haben die Befürchtung, dass es über kurz oder lang gar nichts mehr gibt“, erklärte Oppermann. Der anwesende Gemeindebürgermeister Jens Meyer sicherte zu, dass sich die Gemeinde der Problematik annehme.

Der Ortsrat befasste sich anschließend mit dem Aufstellen einer Stele. Der Regionalverband Harz, der seit 2002 Träger des Nationalen Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen und für dessen Teilgebiet Harz in den Ländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verantwortlich ist, hatte Anfang Mai die Gemeinde Kalefeld angeschrieben mit der Frage, ob er in deren Bereich eine entsprechende Infostele errichten kann. Vor einigen Jahren hatte sich der Geopark auf das Gemeindegebiet erweitert. Dies hing damit zusammen dass der Geopark Harz insbesondere die Tongrube Willershausen auch gerne als überregionales Denkmal aufgenommen hätte, erläuterte Meyer. So mache es Sinn, die Gemeinde Kalefeld als westlichsten Punkt dieses Parks mit zu integrieren, nicht nur wegen der Tongrube, sondern auch wegen Harzhorn und einiger anderer Anziehungspunkte wie unter anderem der Weißenwasserkirche.

Nachdem sich der Geschäftsstellenkeiter des Regionalverbandes Harz, Dr. Klaus George, diverse Straßen angeschaut hatte, sei er mit fünf Vorschlägen zu Standorten in Kalefeld und Echte zur Gemeinde gekommen. „Leider mussten wir ihm dann bei dem einen oder anderen Standort sagen, dass dort eine Stele nicht hingestellt werden kann, in der Hauptsache, weil dort überall Versorgungsleitungen langliefen beziehungsweise weil die Grundstücke der Gemeinde nicht gehören“, so Meyer. Letztendlich habe man sich auf einen Standort im Strassenkreuzungsbereich der ehemaligen Bahnstrecke verständigt. Die Betextung werde vom Geopark vorgenommen, die Gemeinde habe keinen Einfluss darauf, darum koste es auch nichts. Mit einem einstimmigen Votum unterstützte der Ortsrat das Vorhaben.

Für den Haushalt der Gemeinde Kalefeld meldete der Ortsrat Mittel an für den Bau eines Gehweges Mundus-Netto, den Gerätehausneubau für die Freiwillige Feuerwehr Kalefeld, den Bau eines Gehwegs zum Friedhof, eine bessere Beschilderung des Rundwanderweges, die Sanierung des Tretbeckens und die Brüstung am Ehrenmal.

Weitere Ergebnisse der Sitzung: Der Ortsrat wird sich nicht an der neuen Infotafel vor dem Feuerwehrhaus beteiligen, da die Tafel an der Kirche schon aus Ortsratsmitteln finanziert wird. Die Mittel aus dem Ehrenamtsfonds der Harz Energie in Höhe von 800 Euro will das Gremium für die Sanierung des Tretbeckens einsetzen. Der Ortsrat verwies auch auf die Notwendigkeit eines neues Baugebietes in Kalefeld für die Wohnbebauung.art