Chronik soll facettenreiche Historie bündeln

Echte feiert im Jahre 2026 das 1200-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung / Ortschronik entsteht

Koordinator Detlef Mennecke (links) wollte in der leer gebliebenen Aula der Grundschule einen Vortrag über die Geschichte Echtes vor der ersten urkundlichen Erwähnung halten. Vor Ort waren auch Ortsbürgermeister Bernd-Andreas Herrmann (Zweiter von links), sein Stellvertreter Kersten Sander und Ortsratsmitglied Elisabeth Schulte-Sander.

Echte. Die urkundliche Ersterwähnung Echtes jährt sich 2026 zum 1200. Mal. Aus diesem Anlass wird auf Initiative des Ortsrates eine große Ortschronik erscheinen, die Detlef Mennecke koordiniert. Als Einstieg in die Vorbereitung sollte am Mittwochabend ein Vortrag von ihm dienen. Ziel war es auch, das Vorhaben öffentlich noch bekannter zu machen. Um potenzielle Besucher keinen gesundheitlichen Risiken auszusetzen, wurde die Veranstaltung aber kurzfristig abgesagt. Beteiligte des Projektes waren vor Ort in der Aula der Grundschule und äußerten sich gegenüber dem „GK“ zu den Plänen.

„Wir wollen Vereine, Verbände, andere Institutionen und Privatleute bitten, etwas zu schreiben oder uns Unterlagen zur Verfügung zu stellen“, erklärte Echtes Ortsbürgermeister Bernd-Andreas Herrmann, nach dessen Worten die vom Ortsrat initiierte Veranstaltung nachgeholt werden soll. An Themen für die Chronik dürfte es nicht mangeln. „Es gibt schon Geschichten hier in Echte“, so der Ortsbürgermeister. Ein früherer Handelsweg von Frankfurt nach Braunschweig habe aus Richtung Eboldshausen kommend über Echte weiter Richtung Willershausen geführt. Der Verlauf der heutigen Bundesstraße 248 sei nicht gewählt worden, weil sich dort ein großes Sumpfgebiet befunden habe. Vermutet werde auch, dass Kaiser, wenn sie von Westen kommend zur Kaiserpfalz nach Goslar unterwegs gewesen seien, die Route über Echte gewählt hätten, benannte Herrmann einige Beispiele für interessante historische Aspekte. Die Vorbereitungen für das Werk würden bewusst weit im Vorfeld des Jubiläums beginnen, „um zeitlich nicht ins Schleudern zu kommen“.

Zur 1150-Jahr-Feier ist bereits ein Rückblick auf die Ortsgeschichte erschienen, der allerdings nicht sehr umfangreich und tiefgründig gewesen sei, wie Herrmann weiter erläuterte. Koordinator Mennecke hatte sich bereits intensiv mit geschichtlichen Aspekten befasst und wollte die Vorgeschichte von Echte bis zur ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 826 in den Mittelpunkt seines Vortrags stellen. Erste Unterstützung habe er bereits aus der Bevölkerung erhalten. Angedacht sei, „dass sich das Chronikteam alle zwei Monate in einem Arbeitskreis trifft und bespricht wie es weitergeht“, beschrieb er das weitere Vorgehen.

Die aus der Bevölkerung von Einzelpersonen oder Gruppen zur Verfügung gestellten Informationen müssten nicht perfekt ausformuliert sein. Darum würden sich Mitglieder des Arbeitskreises kümmern.

„Ich war früher von Beruf Verwaltungsbeamter, da bin ich kleinteiliges Arbeiten gewohnt“, so Mennecke. Stellvertretend für die Bürger, die bereits sehr viele Informationen für die Chronik gesammelt hätten, nannte er Karl-Heinz Splisteser, der seinen Schwerpunkt bei der Vorbereitung auf die vergangenen 200 Jahre Echter Ortsgeschichte gelegt habe.art