Eine (Reformations-)Magnolie vor der St. Petri-Kirche

Düderode: Festgottesdienst im übervollen Gotteshaus

Pflanzaktion vor großem Publikum und mit Gottes Segen.

Düderode. Mit Festgottesdiensten und Aktionen haben die evangelischen Kirchen am Dienstag (Reformationstag) an den Beginn der weltweiten Reformation vor 500 Jahren erinnert. Bischöfe und andere hochrangige Kirchenvertreter riefen dabei zum weltweiten Miteinander auf und betonten die Fortschritte in der Ökumene zwischen evangelischer und katholischer Kirche. Die Kirchen waren zum Teil voll wie sonst nur zu Heiligabend. So auch in Düderode, wo der zentrale Altämter Gottesdienst die St. Petri-Kirche fast „aus den Nähten platzen ließ“.

Bei dem zentralen Festgottesdienst der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen in Hannover berichtete der evangelische Landesbischof Ralf Meister von einem Besuch in der vom Bürgerkrieg total zerstörten syrischen Stadt Homs. Dort kümmere sich eine Initiative von Christen inmitten von Ruinen um Kinder, um ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. „Diese Welt braucht Hoffnung – wenn nicht durch uns, durch wen dann sonst“, habe ihm eine Frau gesagt. Meister ist Ratsvorsitzender der Konföderation.

In Düderode waren zum Gottesdienst mit Pastor Michael Falk Besucher aus allen Altämter Dörfern zu sehen.

Nach dem Gottesdienst folgte vor dem Kirchturm die Pflanzung einer (Reformations-)Magnolie. Die Patronatsfamilie von Oldershausen hat sich für die Magnolie entschieden, da ein hochwachsender Baum wie eine Eiche oder Linde eines Tages den St. Petri-Turm und den freien Blick auf das Gotteshaus buchstäblich „in den Schatten“ stellen würde.

Die seit der Reformation evangelische Kirche St. Petri zu Düderode gehrt zurück auf eine Gründung des Marienklosters Gandersheim.
Das Patronat über die Kirche wurde 1819 von der Adelsfamilie von Oldershausen übernommen.

Vor 500 Jahren, am 31. Oktober 1517, hatte Martin Luther seine 95 Thesen gegen Missstände in der Kirche veröffentlicht, indem er sie der Überlieferung zufolge an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der Reformation, die die Spaltung in die evangelische und die katholische Kirche zur Folge hatte.eh

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