Erhalt von Tradition und Brauchtum

Schützenverein Echte feierte sein 222-jähriges Bestehen /Proklamation des Firmenpokals und Jubiläumsschießen

Karin Wittwer (Schießsportleiterin), Hans-Jörg Arndt, Martin König, Harry König, Annica Engelke, Herbert Bodenhagen, Verena Geier, Waltraud König, Elfrun Gieseler, Florian Mietschke (2.Vorsitzender) (von links).

Echte. „Ein gutes Auge, eine sichere Hand und ein klarer Verstand. Die Kameradschaft wird bei den Schützen groß geschrieben“, so der Bürgermeister der Gemeinde Kalefeld, Jens Meyer, bei seinem Grußwort anlässlich der Jubiläumsfeier des Schützenvereins Echte. Fast 150 Gäste waren zum Kommersabend der 222-Jahrfeier in die Sporthalle gekommen. Entstanden aus Bürgerwehren, hätten sich die Schützenvereine gegründet, die heute zum Erhalt der Tradition beitragen würden. „Ihr habt heute eine tolle Feier vorbereitet, darauf könnt Ihr stolz sein“. Seit den 1960er Jahren hätte sich der Schießsport stetig weiterentwickelt, heute sei der Schützenverein zudem ein wichtiger Bestandteil des kulturellen und sozialen Lebens im Ort und in der Gemeinde.

Meyer dankte den Verantwortlichen für ihr ehrenamtliches Engagement im Verein. Dem pflichtete der stellvertretende Ortsbürgermeister, Gerd Fleckenstein, bei, der betonte, dass die Schützen durch ihre vielfältigen Aktivitäten auch außerhalb der Ortschaft eine Bereicherung seien. Die ständig steigenden Auflagen und Regularien sprach der Präsident des Kreisschützenverband Northeim, Kurt Knoke, an. Es könne nicht sein, dass kleine Vereine mehr als 100 Euro für die Abnahme des Schießstandes bezahlen müssten, das stünde in keinem Verhältnis.

Als Vertreter der örtlichen vereine und Verbände bezeichnete Peter Hennig (MGV Echte) den Schützenverein als Symbol für Tradition und Brauchtum. „Der Verein ist ein unverzichtbarer Ort des Miteinanders, wo die Jugend soziale Kompetenzen erlernt. Eine Eigenschaft, die wir heute mehr denn je brauchen“.

Der zweite Vorsitzende, Florian Mietschke, schilderte einen kleinen Rückblick in die Vereinsgeschichte. Im Jahre 1954 habe das erste Mal nach dem Krieg das Schützenfest stattgefunden, und ab dem Zeitpunkt dann erfreulicherweise alle vier bis fünf Jahre. Als eine sehr gute Entscheidung bezeichnete Mietschke das Eintreten der Damen in den Verein im Jahre 1964. Sowohl im Verein als auch bei den Veranstaltungen seien die Damen sehr aktiv. 1977 habe es den ersten Dorfkönig aus der Bevölkerung gegeben und auch den ersten Jugendkönig. Im Jahr 1995 wurde die Laserschießanlage angeschafft. Nach wie vor werde auch mit der Armbrust geschossen und alle fünf Jahre der Adlerkönig ausgeschossen. Der Verein habe momentan über 100 Schützen, was zeige, dass das Dorfleben intakt sei. Mietschke dankte den Vereinen und Verbänden für die Unterstützung, der DRK Bereitschaft Altes Amt, die für das leckerere Essen gesorgt haben, und dem Thekenteam für die Bewirtung.

Zur Dorfkönigin wurde Annica Engelke und zum Dorfkönig Herbert Bodenhagen gekürt. Die Jubiläumskönigin ist Waltraud König, die Prinzessinnen Elfrun Gieseler und Verena Gieseler. Der Jubiläumskönig ist Martin König, erster Prinz wurde Harry König und zweiter Prinz Hans-Jörg Arndt.

Beim Schießen um die Firmenpokale haben sechs Firmen mit elf Mannschaften teilgenommen. Auf dem ersten Platz mit 164 Ring landete Rewe 1 mit Irene Springer, René Krause und Karin Wittwer, auf Platz zwei mit 162 Ring landete die Gruppe Kaufhaus Klaproth mit Frauke Junge, Silke Junge und Beate Pape. Platz belegte die Gruppe Kaufhaus Klaproth mit Margarete Klaproth, Inge Lange und Christine Sander. Beste Schützin wurde Anja Gorski-Lohrberg (Salon Scholz) und bester Schütze Nils Engelke (Salon Scholz).

Neben guter Musik eines DJs gab es für die Gäste auch noch eine Überraschungs-Einlage. Der Bauchredner Steffen Bistry präsentierte ein unterhaltsames Programm mit seiner Bauchredner-Puppe, dem Schweinehund „Rudi“. „Jeder hat einen, meiner ist eben sichtbar“.hn