„Glücksfall für diese Kitaeinrichtung“

Gerhild Schaper als Leiterin der Kindertagesstätte Spatzennest verabschiedet / Nachfolger Ulf Knietsch vorgestellt

Trägervereins-Vorstand Christian Meyer (links) während der offiziellen Verabschiedung von Gerhild Schaper und Vorstellung von Ulf Knietsch.

Düderode. Die Leiterin der Kindertagesstätte Spatzennest, Gerhild Schaper, ist am Freitag offiziell verabschiedet worden. Zugleich wurde ihr Nachfolger Ulf Knietsch vorgestellt. Mehrere Redner würdigten das Engagement von Schaper, die eine positive Bilanz ihrer Tätigkeit in Düderode zog.

Für den Vorstand des Trägervereins erinnerte Christian Meyer zum Auftakt daran, dass Schaper 1999 als Erzieherin im Kindergarten angefangen und zwei Jahre später dessen Leitung übernommen hatte. Durch die Fusion der Integrativen Spiel- und Lerngruppe mit dem Kindergarten der Gemeinde Kalefeld im Jahre 2014 wurde sie die Leiterin der Kindertagesstätte Spatzennest, im Vorstand des Trägervereins übernahm sie den Posten der Schriftführerin.

„In den vergangenen sechs Jahren haben wir viel gemeinsam erreicht“, erklärte Meyer. Schaper habe es geschafft, „die Mitarbeiter aus zwei Einrichtungen, die unterschiedlicher nicht sein konnten, zu einem sehr guten Team zu vereinen“.

Die Einrichtung einer Krippengruppe sei mit vielen Umbauarbeiten verbunden gewesen, berichtete Meyer. Er erinnerte auch an den Umzug des Waldkindergartens und die Einrichtung einer Nachmittagsgruppe mit Mittagsverpflegung. Es sei eine Lösung für den Transport der Waldkinder von Oldershausen zur Nachmittagsbetreuung in Düderode inklusive Fahrer gefunden worden.

Der Trägervereins-Vorstand verwies unter anderem auch auf den Kauf einer neuen Küche für die Einrichtung. Als weiteren Meilenstein benannte Meyer die Anschaffung eines Kindergartenbusses, kürzlich sei der 40 Jahre alte Waschraum komplett saniert worden.
Die Zuhörer erfuhren, dass sich die beiden „Westerhöfer Urgesteine“ schon rund 40 Jahre kennen. Gemeinsam mit Dennis Hillmann, Tanja Kohrs und Birgit Wedekind würden sie im Vorstand arbeiten. Den Kindern gab Meyer mit auf den Weg, ihre Erzieher und Lehrer nicht zu sehr ärgern, „denn man sieht sich immer zweimal im Leben“.

„Sie waren ein Glücksfall für diese Kitaeinrichtung“, betonte Gemeindebürgermeister Jens Meyer an Schaper gewandt und ergänzte: „Sie werden eine Lücke hinterlassen“.

An das gute Miteinander und verschiedene Aktivitäten erinnerte Kirsten Zwickert vom Vorstand des Fördervereins. Die Arbeit von Schaper, deren tolle neue Ideen und Innovationen würdigte Personalratsvorsitzende Ute Wardelmann.

Stellvertretende Leiterin Jessica Klapproth dankte Schaper im Namen des gesamten Teams für deren „immer offenes Ohr für unsere großen und kleinen Sorgen“ und dafür, dass sie immer versucht habe „unsere Wünsche weitgehend zu erfüllen auch wenn du dabei oft deine Belange hinten angestellt hast“. Die ausscheidende Leiterin habe stets den Überblick „über unseren bunten Haufen hier“ gehabt. „Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren sehr viel geschafft“.
„Es hat mir mit dem Team immer sehr viel Spaß gemacht, wir haben eine Menge bewegt“, betonte Schaper, die in Hannover ihre Ausbildung zur Erzieherin absolvierte, womit sie sich ihren Berufswunsch erfüllte. 13 Jahre war sie in der Arbeit mit erwachsenen Behinderten tätig. Nach dem Geburt ihrer Tochter wechselte sie in den Kindergarten – zunächst für eineinviertel Jahre in Echte, bevor sie nach Düderode kam, erzählte die 64-Jährige, die von den Mitarbeitern mit einem Lied überrascht wurde. Am meisten Spaß gemacht habe ihr, dass man die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten kann. „Ganz toll“ sei der

Zusammenhalt mit der Elternschaft und dem gut funktionierenden Förderverein und ehrenamtlichem Trägerverein.
„Ruhestand ist nicht Stillstand“ lautet ihr Motto für den neuen Lebensabschnitt. Sie freue sich auf die freie Zeit und „nicht mehr eingetaktet zu sein“. Schaper fährt gerne E-Bike und fühlt sich in der Natur sehr wohl. Ihren Nachfolger Ulf Knietsch wolle sie im September einarbeiten.

Er sei „sehr positiv gestimmt“ und freue sich auf die Aufgabe, betonte der 31-jährige, der in Seesen geboren wurde, dort die Grund-, Real- und Hauptschule besuchte und anschließend die Fachoberschule Wirtschaft in Goslar. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation. Nach dem Zivildienst in der Asklepios Klinik in Seesen folgte an der Fachhochschule Holzminden das Studium „Soziale Arbeit“.

Seit 2013 ist er in der „Jugendhilfe Baumhaus“ in Seesen tätig – als Leiter einer sozialen Gruppe, Familienhelfer, in der Erziehungsbeistandschaft, im Bereich Hilfe für junge Volljährige und in der Schulbegleitung für ein Kind mit dem Fetalen Alkoholsyndrom (FASD), wofür er auch eine Ausbildung zur Fachkraft absolvierte. Über eine Zeitungsanzeige wurde Knietsch, der sich beruflich in einer Leitungsposition verändern wollte und regional verbunden ist, auf die Stelle im Alten Amt aufmerksam. „Es hat mich alles sehr angesprochen. Das Gesamtpaket reizt mich und ich wollte mit Kindern weiterarbeiten“, so Knietsch.
Die Kita wird von 55 Mädchen und Jungen besucht. Sie besteht aus drei Gruppen, einer Krippengruppe für Kinder von null bis drei Jahren ­­– den „Minispatzen“, einer Kindergartengruppe für Kinder von drei bis sechs Jahren ­­– den „Regenbogenbären“ und dem Waldkindergarten in Oldershausen ­­– den „Waldwichteln“.
Weitere Informationen zur Einrichtung finden Interessieerte unter: www.kita-spatzennest.comart