Großer Herbstputz im Auetal-Dorf

Ehrenamtliche leisten Arbeitseinsatz an vielen Stellen in Willershausen / Vesper am Backhaus

Die Teilnehmer an der Herbstputzaktion in Willershausen.

Willershausen. Für den herbstlichen Arbeitseinsatz konnten die Wetterbedingungen nicht besser sein. Bei goldenem Oktoberwetter waren am Sonnabend viele Freiwillige in Dorf & Flur in Willershausen im Einsatz. Die Organisatoren des örtlichen Heimatvereins freuten sich über rund 30 Teilnehmer aus verschiedenen Generationen.

An Aufgaben herrschte kein Mangel. Das Spektrum reichte von Grünpflege- und Baumpflege- bis zu Instandsetzungsarbeiten. Handlungsbedarf gab es unter anderem an der Auepromenade, Auetalhalle, am Brunnenplatz, Gefallenenehrenmal, Radweg, Mühlenteich, Spielplatz, Ortsbegrüßungstafeln, Flurnamensschildern, Sitzbänken, Info-Kästen und anderen Stationen.

Der Anteil der Grünpflegearbeiten hat im Laufe der Jahre zugenommen, dafür wird weniger Müll in der Natur entsorgt, berichtete Vorsitzender Heiko Jaeckel. Für die Entsorgung von Grünmull stand wieder ein Container bereit, der von den Teilnehmern der Aktion ebenso wie von Willershäuser Gartenbesitzern gegen eine Spende genutzt werden konnte. „Wir haben keine örtlichen hauptamtlichen Gemeindearbeiter mehr wie früher im Dorf, Kalefeld ist weit weg. Von daher versuchen wir das eine oder andere zu machen“, erklärte der 2. Vorsitzende des Heimatvereins, Wolfgang Meuschke. Dies habe nicht nur einen praktischen Effekt, sondern fördere auch das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt in dem Auetal-Dorf.

Wer arbeitet, muss auch gut essen. Und so endete das Programm um 13 Uhr mit einem gemeinsamen Vespern am Backhaus beim Hof Trost mit frischem Brot. Wie in den Vorjahren wurden wieder 40 Sauerteigbrote in einem traditionellen Backofen gebacken. Dieser habe ursprünglich zu einer Bäckerei gehört, wurde dann aber Stein für Stein versetzt auf einen Bauernhof, so Jaeckel.

Zu den Schwerpunkten gehörte die Tongrube. Dort wurde unter anderem ein Amberbaum freigelegt. „Es soll eine ganze Reihe von solchen Bäumen hier angepflanzt werden, damit die Leute eine Vorstellung haben wie es damals war, als es fünf Grad wärmer war als heute, ein Klima wie in Kleinasien“, sagte Meuschke. So sollen Totholzhecken angelegt werden, damit kleinere Insekten, Eidechsen und andere Tiere einen geschützten Raum haben. An anderer Stelle wird eine neue barrierearme Wegeführung vorbereitet. Die Baggerarbeiten werden in 2020 durchgeführt, um diesen Weg entstehen zu lassen. Dies erfolge in Abstimmung mit dem Landkreis als Eigentümer, der Naturschutzbehörde, der Universität und der Geschäftsführung des Praeteritums, wie Jaeckel berichtete.art

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