Grundschule wünscht sich Teilnahme am ERGO-Programm

Nächste Woche beginnen die öffentlichen Fachausschussitzungen

Individuelle Lernerfolge soll das ERGO-Projekt des Paritätischen bringen.

Kalefeld. Nach der Weihnachtspause starten in der kommenden Woche wieder die öffentlichen Sitzungen der Fachausschüsse der Gemeinde Kalefeld. Los geht es am Dienstag, 14. Januar, um 18.30 Uhr mit dem Gemeindeentwicklungsausschuss. Dieser findet in der ehemaligen Grundschule in Sebexen statt. Auf der Tagesordnung steht die Trinkwasserversorgung der Ortschaft Kalefeld. Hier geht es um den Einbau von Druckminderern. In der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung im November wurde die Empfehlung zum Einbau von Druckminderern in die Hausinstallationsanlage beziehungsweise die vermehrten Rohrbrüche in der Trinkwasserversorgung thematisiert. Es wurde daraufhin beschlossen, dieses Thema in der kommenden Sitzung gesondert zu beraten. Die Gemeinde Kalefeld versorgt acht Ortschaften der Gemeinde mit Trinkwasser. Sechs Ortschaften davon werden zentral aus den Quellen Kalefeld/Sebexen versorgt.

Das bedeutet, dass 85 Prozent der zu versorgenden Einwohner Wasser aus diesen Quellen beziehen. Ein Großteil der Versorgung erfolgt durch den Wasserbehälter Weißenwasser. Aufgrund der Sanierungsbedürftigkeit des alten Trinkwasserbehälters Weißenwasser wurde daher entschieden, einen neuen Behälter zu errichten, der langfristig die zukünftige Versorgung sicherstellen kann. Ab Februar 2019 wurde die Versorgung auf den neuen Hochbehälter Weißenwasser umgestellt. Die neue Höhenlage wurde gewählt, um die Ortschaften Kalefeld und Sebexen im Freigefälle versorgen zu können. Dazu musste der neue Behälter etwas höher als der alte Behälter Sebexen liegen, da in Sebexen der bisherige notwendige Versorgungsdruck bereits an seine Grenzen stieß. Man rechnet je zehn Meter Höhenunterschied etwa ein Bar Wasserdruck, heißt es in der Vorlage der Gemeinde. In den hohen Lagen der Ortschaft wurde zum Teil der Mindestdruck in einigen Häusern nur noch unzureichend erreicht.

Gemäß den rechtlichen Bestimmungen und technischen Regelwerken hat der Wasserversorger Wasser mit ausreichendem Druck für den üblichen Bedarf zu liefern. Dafür wird das öffentliche Versorgungsnetz materialtechnisch für einen Druck von zehn Bar ausgelegt. Bei einem maximal anzustrebenden Druck von acht Bar wäre dann immer noch eine Sicherheit von zwei Bar vorhanden, um Druckstöße im Versorgungsnetz kompensieren zu können.

Auch die Hausinstallationsanlagen sind auf diese Druckbelastungen ausgelegt. Durch die neue Höhenlage des Hochbehälters Weißenwasser liegt der maximale Druck in den tiefen Lagen der Ortschaften Sebexen und Kalefeld bei maximal sechs bis sieben Bar. Somit ein Druck, dem die Leitungen grundsätzlich standhalten müssen.

In der Ortschaft Kalefeld hat die Ortsfeuerwehr eine unzureichende Löschwasserversorgung im Bereich Helleweg festgestellt. Die Unterversorgung bezieht sich auf den gesamten, vom Hochbehälter Westerberg versorgten Bereich (westlich der Auetalstraße). Überprüfungen haben ergeben, dass bereits die Zuleitung vom Hochbehälter zu wenig Wasser in die Ortslage leitet, um die Löschwasserversorgung ausreichend sicherstellen zu können. Zur Verbesserung des Bereichs Helleweg wurde der Bereich nördlich der Twetge auf die Versorgung des Hochbehälters Weißenwasser umgestellt. Mit der dadurch verbundenen Druckerhöhung konnte die ausreichende Löschwassermenge wieder sichergestellt werden.

Da der Wasserdruck in diesem Bereich zum Teil auf bis zu sechs Bar ansteigt, wurde den Eigentümern empfohlen, ihre Hausinstallationsanlage mittels eines Druckminderers abzusichern. Bauartbedingt müsste die Hausinstallationsanlage dem voraussichtlichen Druck (bis zu sechs Bar) standhalten. Da die DIN-Norm jedoch Trinkwassererwärmer in Hausinstallationsanlagen zulässt, die nur einem Druck von sechs Bar standhalten müssen, könnte es bei höheren Drücken zu Beeinträchtigungen kommen. Die Erwärmer werden dazu mit einem Sicherheitsventil ausgestattet, welches für eine Druckentlastung sorgen würde. Dieses ist jedoch bei einem anstehenden Dauerdruck ungeeignet, da durch das Sicherheitsventil Wasser zur Entlastung abgeleitet wird. Um dieses zu vermeiden, wird bei einem anstehenden Wasserdruck ab fünf Bar grundsätzlich ein Druckbegrenzungsventil eingebaut.

In der Sitzung soll auch das Thema Ausbau der Straße „Hasenkamp“ in Sebexen mit der Ausführungsplanung und dem Ausbauprogramm behandelt werden. Auf der Tagesordnung steht auch der Ankauf der Sportanlage Kalefeld inklusive Sportheim mit den abzuschließenden Pachterträgen.

Am Mittwoch, 15. Januar, tagt um 19.30 Uhr der Schulausschuss in der Grundschule Altes Amt in Echte. Berichte der Schulleitungen der Grundschule Altes Amt sowie der Auetalschule Altes Amt über die derzeitige schulische Situation stehen auf dem Programm. Ebenso soll über die Einführung des Projektes ERGO des Paritätischen Göttingen für das Schuljahr 2020/2021 der Klassen eins der Grundschule gesprochen werden. Bei diesem Projekt werden die ersten Klassen von einer ergotherapeutischen Fachkraft phasen- und zeitweise begleitet.

Nach einem Blick auf die jeweilige Lernausgangslage werden Gespräche mit dem Lehrerteam geführt, inwiefern sie fachlich und methodisch noch gezielter Einfluss nehmen können, um den jeweiligen Schüler individuell zu unterstützen. „Eine erfolgreiche individuelle Lernentwicklung vor allem in den Bereichen Körperhaltung und Motorik wirkt sich positiv aus“, so die Schulleiterin Sandra Gareiß. Die Erfahrungen in anderen Schulen würden zeigen, dass sich dieses Projekt intensivierend auf die Diagnose von möglichen Hindernissen in der auditiven, visuellen und mentalen Wahrnehmung einzelner Schüler auswirkt.
Für das ERGO-Projekt sollen Mittel in Höhe von 6.500 Euro in den Haushalt eingestellt werden, in diesem Jahr 3.000 Euro und in 2021 ebenfalls 3.000 Euro.

In der Woche darauf kommt am Dienstag, 21. Januar, um 19.30 Uhr, der Jugendausschuss im Gasthaus Schreiber in Oldenrode zusammen. Bei der öffentlichen Sitzung soll der Ortsjugendpfleger vorgestellt werden. Ein weiterer Punkt sind die Kindertagesstätten. Hier geht es um die Belegungszahlen. Bei jeder Sitzung findet zu Beginn eine Einwohnerfragestunde statt. Bei Bedarf soll es auch am Sitzungsende eine weitere Einwohnerfragestunde geben.eh