80 Jahre DRK: Hilfe im Wandel der Zeit

Ortsverein Kalefeld – Sebexen feierte sein Jubiläum mit einem Festnachmittag und Ehrungen

Diese Damen wurden für Jahrzehnte steten Einsatzes mit der DRK-Auszeichnungsschleife geehrt.

Kalefeld. Sein 80-jähriges Bestehen hat der DRK-Ortsverein Kalefeld am vergangenen Wochenende mit einem Jubiläumsfest in der Aula der Auetalschule gefeiert. Viele Gäste kamen, auch aus den umliegenden DRK-Ortsvereinen sowie vom Kreisverband, aber auch aus dem öffentlichen Leben.

Am 22. April 1939 wurde der Ortsverein Kalefeld im Deutschen Roten Kreuz gegründet, initiiert von Gemeindeschwester Auguste Ude. 22 Mitglieder zählte der Ortsverein im Gründungsjahr. Die wenigsten dürften geahnt haben, wie sehr ihre Hilfe bald schon gebraucht wurde; nur wenige Monate später brach der Zweite Weltkrieg aus.

In den folgenden Jahrzehnten wuchs der Ortsverein auf jetzt 139 Mitglieder und kann in diesem Jahr auf das 80-jährige Bestehen zurückblicken. 2019 wurde aus dem Ortsverein Kalefeld durch Zusammenschluss mit dem Ortsverein Sebexen der Ortsverein Kalefeld - Sebexen.
Seit diesem Jahr führt Susanne Oppermann als 1. Vorsitzende den gemeinsamen Ortsverein. Dem Vorstand gehören darüber hinaus als 2. Vorsitzende Corry Schünemann, Kassenwartin Claudia Fischer und Schriftwartin Kerstin Martin an. Zum erweiterten Vorstand gehören Nelly Meyer, Traudel Hantke, Ulla Müller und Adeltraud Fischer.

Vorsitzende Susanne Oppermann blickte nach der Begrüßung der Festgäste noch einmal in die acht Jahrzehnte Bestehen zurück. Bemerkenswert darin unter anderem, dass anfangs auch Mitglieder aus Eboldshausen fester Bestandteil des Kalefelder Ortsvereins waren. Wann dies endete, sei heute nicht mehr genau feststellbar.

Unter den Vorsitzenden der acht Jahrzehnte fand Luise Thiedmann besondere Erwähnung. Sie leitete den Ortsverein von 1993 bis 2016, die längste Amtszeit unter allen Vorsitzenden. Thiedmann war persönlich bei der Jubiläumsfeier zugegen und wurde später auch noch geehrt.
Als bedeutendstes Standbein des Ortsvereins bezeichnete Susanne Oppermann die Blutspende. 1963 wurde sie erstmals organisiert, damals seien an zwei Tagen 185 Spender gekommen. Zahlen, die man sich heute nur wünschen könne. Bei einem Termin seien es heute um die 50 Spender. Drei davon bietet der Ortsverein jährlich an, solche sind auch für 2020 bereits wieder in Planung.

Als zweites Standbein sei der Herbstbasar im September zu erwähnen. Auch eine Tagesfahrt hat in diesem Jahr wieder stattgefunden.

Das Rückgrat des Ortsvereins aber, so Oppermann weiter, seien die freiwilligen HelferInnen. Und die gebe es in dem nun vereinigten Ortsverein Kalefeld - Sebexen in großer Zahl. Sie sind bei den Blutspendeterminen mit im Einsatz, bei der Frühjahrsammlung aktiv und verteilen die Geburtstagskarten für die Mitglieder. Auch beim Basteln für den Herbstbasar oder beim Verteilen der Mitgliederinformation kann auf eine große Helferschar zurückgegriffen werden.
Dafür gelte es Dank zu sagen. Dies geschah für eine Reihe von Helferinnen – viele andere wurden von der Vorsitzenden auch so namentlich erwähnt – in besonderer Form, wenn bestimmte Jahresmarken erreicht waren. Dank in Form der DRK-Auszeichnungssschleife erhielten für zehn Jahre Ruth Flachsbarth und Irmtraut Jürgens, für 20 Jahre Nelly Meyer, und für sogar 40 Jahre Irene Aron, Inge Kuss und Lusie Thiedmann.

Darüber hinaus hatte der Ortsverein natürlich auch Mitglieder in seinen Reihen, die für Ehrungen wegen langjähriger Zugehörigkeit zum Ortsverein anstanden. Es waren dies für 25 Jahre Treue Veronika Rode und Monika Mädge, 40 Jahre bei Traute Zimmer und Marlies Meinshausen, 50 Jahre im Fall von Ilse Meyer und sogar 60 Jahre konnten geehrt werden bei Jutta Keuntje aus Sebexen.

Bei den Grußworten der Gäste erinnerte auch Bürgermeister Jens Meyer daran, dass die Aufgaben des DRK zur Gründungszeit sich mit den heutigen kaum vergleichen lassen. Die Vielfalt der Aufgaben heute sei für die Gründerinnen gewiss nicht absehbar gewesen. So sorgt das DRK nicht nur für konkrete Sanitätshilfe, sondern ist in der Wohlfahrt und als Träger verschiedener Einrichtungen wie zum Beispiel Kindergärten engagiert.

Ortsbürgermeister Klaus Oppermann fügte an, dass sich die Aufgaben wohl verändert hätten, eines sei aber gleich geblieben: die uneingeschränkte Hilfsbereitschaft.

Im Anschluss an den angenehm kurz gehaltenen offiziellen Teil gab es ein üppiges Kuchen- und Tortenbüffet mit Kaffee, der von den Frauen der Kalefelder Waldhexen serviert wurde. Später wurde es dann durch den Auftritt der Weißenwasser Blasmusik auch noch recht musikalisch.red