91 neue Regenjacken für Jugendfeuerwehren

Übergabe vor dem Feuerwehrhaus in Kalefeld / Gemeindejugendwart Axel Schlesiger informierte über Geschichte des Projektes

Symbolische Übergabe der Jacken an einige der Jugendliche.

Kalefeld. Die Jugendfeuerwehren der Gemeinde Kalefeld haben 91 neue Regenjacken erhalten. Hauptsächlich Spenden von Firmen, weiteren Institutionen und Wehren ermöglichten die Anschaffung. Die offizielle Jackenübergabe erfolgte am Freitag im Beisein der Mitglieder der Jugendwehr, von Spendern und Ortsbrandmeistern vor dem Feuerwehrhaus in Kalefeld. Das Projekt „Anschaffung Regenjacken“ sei mit Abstand das längste und komplizierteste gewesen, das er in 17 Jahren Gemeindejugendfeuerwehrarbeit habe mit umsetzen dürfen, erklärte Gemeindejugendwart Axel Schlesiger. Bereits vor 14 Jahren sei erstmals über die Anschaffung von Regenjacken auf Gemeindeebene gesprochen worden. Dabei habe es sich nicht um Original-Jugendfeuerwehr-Jacken gehandelt, sondern um eine günstige Alternative. Diese hätten die geforderten Anforderungen erfüllt.

„Die Jacken sehen natürlich nicht so schön aus wie die originalen Regenjacken der Jugendfeuerwehr. Dieses wurde immer wieder auf Veranstaltungen über die Gemeinde hinaus von Kindern festgestellt“, berichtete Schlesiger. Konkret: Die Beschäftigten der Müllabfuhr im Landkreis hätten die gleichen Jacken getragen. Dies habe überörtlich den ein oder anderen Spruch ausgelöst.

Im Jahr 2017 sei das Thema Regenjacken erneut angesprochen wurden. „Inzwischen wollten mehrere Jugendfeuerwehren die neuen Jacken anschaffen. Daher haben wir das Thema dort einmal komplett neu betrachtet“, so der Gemeindejugendwart.

Bedingung für den Jackenwechsel sollte sein, dass alle fünf Jugendfeuerwehren mit neuen Jacken ausgestattet werden und diese zentral gelagert und verwaltet werden. Im ersten Schritt galt es daher die jeweiligen Ortswehren davon zu unterrichten, da diese die Kosten für die Regenjacken immer übernommen haben. Die Argumente, dass die Jugendlichen alle gleichermaßen ausgerüstet werden sollten, fand Anklang im Gemeindekommando, so dass alle Ortsfeuerwehren der Anschaffung zugestimmt haben.

Die zweite Phase habe der Bedarfsermittlung gegolten. „Ziel ist es gewesen, dass wir nicht nur alle Jugendlichen ausrüsten können, sondern auch Ersatzjacken auf Gemeindeebene bereitstellen, um auch Neueinkleidungen oder Wechsel der Jacken durchführen zu können“, berichtete Schlesiger. Wegen der steigenden Zahl der Mitglieder während der vergangenen zwei Jahre sei die Kostenaufstellung immer wieder neu überarbeitet worden.

„Anfangs haben wir noch von 54 Jacken und zehn Ersatzjacken gesprochen. Am Ende waren es bereits 75 Jacken und dementsprechend auch mehr Ersatzjacken, die benötigt werden.“ Insgesamt sollten nun 91 Jacken beschafft werden.

Für die Finanzierung galt es Spender zu suchen und durch Aktionen auch aus eigenen Reihen Gelder zu sammeln. Schlesiger sei immer wieder positiv überrascht gewesen über die spontane Bereitschaft von Firmen, das Vorhaben zu unterstützen. Sein Dank galt den Rheinischen Kunststoffwerken, „die uns durch Aktionen die Möglichkeit gegeben haben, Gelder für unser Projekt zu bekommen“.

Der restliche Betrag setzt sich zusammen aus Spenden der Ortsfeuerwehren der Gemeinde Kalefeld, zusätzlich der Feuerwehren mit angegliederten Jugendfeuerwehren, der Kreissparkasse Northeim, der LVM-Vertretung Thore Dobrick aus Nörten-Hardenberg, des Pflege- und Seniorenheims Kujanek aus Oldershausen und von Gemeindebrandmeister Karsten Müller. Schlesiger unterstrich, dass in die Schutzausrüstung zum Wohle der Jugendlichen investiert worden sei ohne langfristige Werbeeffekt durch entsprechende Beschriftungen auf den Jacken. „Umso mehr finde ich es bemerkenswert, dass hier Gelder bereitgestellt werden für die Schutzausrüstung zum Wohle der Jugendlichen in der Gemeinde."

Abschließend erinnerte der Gemeindejugendwart an Beschaffungsprobleme. Aufgrund der vielen kleinen Größen sei es immer wieder zu Lieferschwierigkeiten beim Hersteller gekommen, so dass die letzten Jacken erst kurz vor den Sommerferien eintrafen.art