Menschen auf allen Erdteilen können in Altämter Kirchen schauen

Aufnahmen für Video-Gottesdienste aus den Kirchengemeinden Kalefeld und Sebexen sind abgeschlossen

Georg Stahlmann mit einem Krug und Rolf Wulkop mit einem Widderhorn.

Kalefeld. Menschen auf allen Erdteilen können in die Gotteshäuser der Kirchengemeinden Kalefeld mit Dögerode und Sebexen schauen und sowohl einen Gründonnerstags- als auch Karfreitags- und Ostersonntagsgottesdienst miterleben. Die Aufzeichnungen für die entsprechenden Videos, die auf dem Internetportal YouTube ausgestrahlt werden, sind abgeschlossen. Alle zentralen Elemente eines Gottesdienstes finden sich in bewegten Bildern wider. Die Zuschauer können auch den von der Kirchenvorsteherin Kerstin Suckut-Sue zu rund der Hälfte aufgebauten Ostergarten und damit einen Passionsweg in der Liebfrauenkirche in Kalefeld sehen.

Die Videos ermöglichen es ebenso, den Organisten über die Schulter zu schauen und deren Spiel hören zu können. Zentraler Ort für die Orgelaufnahmen war die Liebfrauenkirche in Kalefeld, in der unter anderem auch die ersten Szenen des Gründonnerstags-Gottesdienstes aufgenommen wurden: in dem von Konfirmanden vor Verschärfung der Coronakrise dekorierten Passaraum. Außer Helmut Lohrberg und Matthias Nolte hat Richard Lemke an der Orgel gespielt. Eine kleine Sequenz wurde in Dögerode „gedreht“.

„Wenn man live vor einer Gemeinde eine kleine Note falsch spielt, dann ist das zehn Sekunden später vergessen und bei einer Aufnahme bleibt es halt“, beschreibt Lemke einen wesentlichen Unterschied. Er bereite sich intensiver vor, wenn er für eine Aufnahme spiele als wenn er live spiele.
„In der Kirche weiß ich und sehe ich wer das Publikum ist, wer mir zuhört und man hat das Gefühl, es ist ein überschaubarer Rahmen und man hat einen inneren Kontakt zu dem Publikum“, sagt der gebürtige Eboldshäuser, der in Göttingen lebt und zwei oder drei Mal im Jahr in der Liebfrauenkirche spielt. Die Furtwänglerorgel habe „einen überraschend weichen wunderschönen Klang“, der „beachtlich“ sei. Sie sei „unfassbar gut abgestimmt auf die Größe der Kirche", so der 34-Jährige. Das Instrument gebe den Zuhörern das Gefühl, dass es sehr nahe sei.

Als er noch in Mainz lebte, sei er bereits an Produktionen für das Internet beteiligt gewesen. Diese würden sich dann auch von anderen Organistenkollegen und Profimusikern angehört. Kollegen hätten ihm auch schon geschrieben, dass die Aufnahmen schön geworden seien.

Interessierte werden im Internet über die Homepage www.kirche-altesamt.de zu den entsprechenden Videos auf dem Internet-Videoportal YouTube verlinkt, erläutert Pastor Rolf Wulkop. Der Gründonnerstagsgottesdienst ist zu sehen am Donnerstag ab 10 Uhr, der Karfreitagsgottesdienst am Freitag ab 9.30 Uhr und der Ostersonntagsgottesdienst am Sonnabend ab 20 Uhr. Außerdem werden ab Mittwoch DVDs mit den Video-Produktionen in Fischers Backstube in Kalefeld bereitliegen.art