Nacheinander auf drei Instrumenten in einem Kirchenkonzert gespielt

Helmut Lohrberg sorgte für eine musikalische Wochenendeinstimmung in der Kalefelder Liebfrauenkirche

Helmut Lohrberg spielte während der musikalischen Einstimmung ins Wochenende auf drei Instrumenten: Nach einigen Beiträgen auf der Furtwänglerorgel (Mitte) ging er zum Keyboard. Auch mit seinem Gesang erfreute er die Besucher in der Kalefelder Liebfrauenkirche.

Kalefeld. „Ohne Musik ist das Leben ein Irrtum!“: So wie Helmut Lohrberg denken offenbar viele Menschen im Alten Amt. Zahlreiche Zuhörer kamen zum Konzert des Kirchenmusikers in die Kalefelder Liebfrauenkirche. Damit wurde die Reihe der musikalischen Einstimmungen ins Wochenende fortgesetzt. Einen weiteren Beitrag in diesem Veranstaltungsformat gibt es am heutigen Freitag, 11. September, um 19 Uhr. Florian Unglenk wird das musikalische Programm gestalten.

Einen Streifzug durch verschiedene musikalische Genres mit vielen bekannten Titeln bot Lohrberg den Zuhörern – und das gleich an drei Instrumenten: Zunächst spielte der Musiker aus Edesheim an der Furtwänglerorgel. Anschließend ging er mit dem Akkordeon über den Mittelgang zum Keyboard, wo er auch seine Stimme zur Geltung brachte und mit vielen bekannten Titeln für freudige Mienen bei den Zuhörern sorgte ­ ­­– auch bei Vikar Georg Stahlmann, der die Besucher begrüßte.

Ebenso facettenreich wie die von Lohrberg gespielte Musik ist auch die Biografie des Kirchenmusikers. Die Begeisterung für Musik war schon früh geweckt bei ihm. In den Jahren 1965 und 1966 hatte er Orgelunterricht in der St.-Sixti-Kirche Northeim beim Kantor und späteren Landeskirchenmusikdirektor Götz Wiese. Noch gerne erinnert er sich an das erste Orgelspiel zum Hauptgottesdienst in Edesheim im Oktober 1965. In den Jahren 1967 und 1968 nahm er Klavierunterricht bei der Musiklehrerin und B-Organistin Margarete Willig. Von 1968 bis 1971 absolvierte er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten im Kirchenkreisamt in Northeim.

Als Zeitsoldat, Sänger und Bandleader am Akkordeon und an der Orgel war er von 1971 bis 1973 bedeutender Teil des 60 Mann starken Göttinger Soldatenchores. Bei Wohltätigkeitskonzerten mit dem Heeresmusikcorps II Kassel kamen Erlöse in Höhe von 25.000 D-Mark zusammen, berichtet Lohrberg.
Von 1969 bis 1975 leistete er seine ersten Organistendienste im Alten Amt in den Kirchengemeinden Echte, Kalefeld und der Schlosskapelle Oldershausen, darüber hinaus in seinem Heimatort Edesheim.

Weitere Organistendienste im Alten Amt folgen von 1998 bis heute in den Kirchengemeinden Kalefeld, Sebexen und Dögerode und vertretungsweise in Echte, Willershausen, Westerhof, Eboldshausen, Düderode/Oldenrode, Wiershausen und Oldershausen. Jahrzehntelang war Lohrberg auch in anderen Bereichen des Landkreises Northeim mit entsprechenden Diensten tätig.

Sein musikalisches Leben ist noch durch viele weitere Stationen geprägt. So leitete er von 1982 bis 2000 den Kirchenchor Edesheim. Wohltätigkeitskonzerte als Veranstalter, Chorleiter und Musiker gestaltete er im April 1984 ehrenamtlich und unentgeltlich mit dem Kirchenchor Edesheim und geladenen Chören zugunsten der Aktion Sorgenkind, Ausschnitte wurden im ZDF übertragen. Von 1982 bis heute ist er Organist bei mittlerweile über 3000 Trauerfeiern in den Bereichen Leine-Solling Northeim und Harzer Land gewesen. Gerne verweist er darauf, dass er zum 40-Jährigen Jubiläum als Kirchenmusiker eine von Bischöfin Dr. Margot Käßmann und zum 50-jährigen Jubiläum im Jahre 1968 eine von Ralf Meister ausgestellte Urkunde erhalten hat.art