Ortsrat Echte will Messtafel für Geschwindigkeit aufstellen

Frage der Ausstattung mit Solarpanel oder Akku muss noch geklärt werden / Andere Orte sollen Tafel ausleihen können

Mögliche Einsatzstellen wären nach Meinung der Ortsratsmitglieder die Eingangsbereiche von Echte.

Echte. Der Ortsrat hat während seiner jüngsten Sitzung beschlossen, eine Geschwindigkeitsmesstafel anzuschaffen. Die Verwaltung solle hierzu Angebote einholen für den Betrieb mit Akku und mit Solarpanel, vor der Kaufentscheidung möchte der Ortsrat auch Beratungsgespräche mit Fachleuten führen. Außerdem wird die Verwaltung angefragt, wie organisiert werden kann, dass die Tafel bei Bedarf durch den Bauhof an andere Standorte umgehängt wird. Eine weitere Entscheidung: Die Ortschaft wäre nach Rücksprache bereit, die Anlage nach Rücksprache für einen Mietpreis an andere Ortschaften auszuleihen.

„Eine Messtafel wird nie hundertprozentig dafür sorgen, dass irgendwelche Geschwindigkeiten nicht gefahren werden“, sagte Ortsbürgermeister Bernd-Andreas Herrmann (SPD) zu Beginn der Aussprache. Sie zeige das Tempo an und sei ein moralischer Appell langsamer zu fahren.

Gerhard Fleckenstein (SPD) betonte, dass solche Tafeln den Vorbeifahrenden bewusst machen, dass sie zu schnell oder im Rahmen der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs seien. „Ich finde, das ist eine sinnvolle Sache und vielleicht kann man dadurch ein bisschen die Raser abbremsen“, meinte das Ortsratsmitglied. Viele Verkehrsteilnehmer würden offenbar bei den heutigen Autos gar nicht merken, dass sie zu schnell unterwegs seien. „Als man früher mit dem Käfer 50 fuhr, dann hat der Motor richtig geröhrt“, zog er einen Vergleich zu Modellen zurückliegender Zeiten.

Sinnvoll wäre es, die Tafel in den Ortseingangsbereichen aufzuhängen, betonte Elisabeth-Schulte Sander (CDU). Aus Richtung Imbshausen kommend, könne es leicht passieren, dass zu schnell gefahren werde, weil die Straße bergab führe, nannte sie ein konkretes Beispiel. Wichtig wäre aus ihrer Sicht, dass die Tafel verschiedenenfarbig aufleuchte.
Thorsten Kühn (CDU) betonte, dass die Kurve in Höhe der Apotheke ein gefährlicher Bereich sei. Gefährlich sei auch der Kurvenbereich beim Einknick in Richtung Schule. Aus Richtung Autobahn wäre an der Hauptstraße im Ortseingangsbereich eine weitere sinnvolle Stelle für das Aufhängen der Tafel.

Neuralgische Punkte gebe es ebenso im Bereich des Weges für die Hortkinder, in Wohnbereichen oder am Sportplatz entlang. Kühn erinnerte daran, dass der Ortsrat schon mehrere Jahre versucht habe, an eine solche Tafel heranzukommen, was aber aus verschiedenen Gründen nicht geklappt habe. Die Anschaffung würde auch anderen Ortschaften gegen Vermietung die Gelegenheit bieten, diese Tafel einzusetzen.

Ingo Peix (SPD) verwies auf Erkenntnisse, wonach mit entsprechenden Anzeigen die Geschwindigkeiten um bis zu 80 Prozent „auf freundliche Art und Weise“ reduziert werden könne, ohne dass bei Geschwindigkeitsüberschreitungen gleich zur Kasse gebeten werde.

Die Preise für die Anschaffung der Tafel hingen von deren Ausgestaltung ab, machte Ortsbürgermeister Bernd-Andreas Herrmann deutlich. Am günstigsten sei es, wenn die Tafel nur mit Geschwindigkeitsanzeige und Smiley ausgestattet ist. Wenn sie zusätzliche Anzeigefunktionen habe, werde es teuer.
Es gebe auch Tafeln, die aufzeichnen, um welche Zeit ein Fahrzeug die Stelle mit welcher Geschwindigkeit passiere. „Wir können sehen, wann wieviel am schlimmsten fahren“, brachte Herrmann die Vorteile dieser Variante auf den Punkt.

Vernünftig und nachhaltig sei die Ausstattung mit einem Solarpanel, wodurch der Anschaffungspreis steige. Der Ortsbürgermeister gab aber zu bedenken, dass insbesondere durch die Linden an vielen Stellen keine Sonnenstrahlen unmittelbar auf die Panele kommen. Das Umsetzen mit Panelen sei auch aufwendiger. Akkus seien dank der energiesparenden LED-Technik langlebig.

Auf lange Sicht und mit Blick auf die Energiediskussion sei es gut und eine sinnvolle Diskussion mit Solarbetrieb zu arbeiten, meinte Ortsratsmitglied Fleckenstein. Die entsprechenden Geräte hätten schließlich auch Akkus.

Stellvertretender Ortsbürgermeister Kersten Sander (CDU) verwies darauf, dass geklärt werden müsse, wer sich um das Gerät kümmere. Auch das Thema Versicherungsschutz sei ein wichtiger Aspekt.art