„Rauchgeschwader“ sorgt für neue Sitzbank und saniert Betontisch

Oldtimerfreunde aus Westerhof schufen einladende Sitzgelegenheit an exponierter Stelle am Ortsrand

An der neuen Sitzgelegenheit: Frank Bothe, Volker Kleinfeld, Sven Rollwage, Torsten Beckmann und Ralf Bothe von den Oldtimerfreunden „Rauchgeschwader Westerhof“.

Westerhof. Sonnenschein und milde Temperaturen: Der Lenz zeigt sich im Alten Amt derzeit von der schönsten Seite. Damit wächst die Lust auf Ausflüge in die Natur. Um dort ein Päuschen einlegen und entspannt verweilen zu können, bedarf es einladender Sitzgelegenheiten. Wie sich mit Gemeinschaftssinn und ehrenamtlichen Engagement eine solche Sitzmöglichkeit an einem schönen Platz mit Blick in die Umgebung schaffen lässt, haben die Oldtimerfreunde „Rauchgeschwader Westerhof“ gezeigt. Entlang des Weges am Hoppenhoff, der aus dem Ort kommend nach links von der Straße Klingelei abzweigt, haben sie eine von ihnen in Eigenregie gestaltete Bank aufgestellt.

Außerdem hat sich die Gruppe um die Sanierung des zugehörigen Betontisches gekümmert. „Das ist Spitze. Alle Leute sind begeistert“, würdigte Ortsbürgermeister Rudolf Kunz das Engagement der Beteiligten, die hierfür vom Ortsrat einen Kasten und ein kleines Fass Bier spendiert bekamen.
Als die Gruppe im vergangenen Jahr an den Standort kam, um dort im Umfeld der blühenden Kornblumen Fotos von ihren Mopeds zu machen, hatten die Mitglieder erstmals bemerkt, dass die bisherige Bank zugewachsen und komplett zerfallen war. Die Oldtimerfreunde, die bereits in 2020 am Ende des Förster Weges ebenfalls eine neue in Eigenleistung geschaffene Bank aufgestellt hatten, wollten wieder für Abhilfe sorgen.

Nachdem eine zur Verfügung gestellte Vier-Meter-Bohle zu Zimmermann Ralf Bothe vom „Rauchgeschwader“-Team gebracht worden war, wurde sie dort einmal durchgeschnitten, geschliffen und „hübsch gemacht“. Anschließend sei der „Rauchgeschwader“-Schriftzug aufgemalt und mit einer Oberfräse ausgefräst worden, berichtete Bothe.

Tätig waren die handwerklich versierten Mitglieder, die ihren Servicewagen – eine Arpe – zum Pressetermin mitgebracht hatten, auch am Betontisch. Dieser hatte an verschiedenen Stellen Risse. Es sei zu hören gewesen, dass er hohl ist, Schichten hätten sich schon gelöst, berichteten sie. Der Tisch sei mit einer speziellen Zwei-Komponenten-Lösung versiegelt worden, damit kein Wasser mehr eindringen und er bei Frost nicht auseinander platzen kann.

Nachdem die Oldtimerfreunde bei den Arbeiten für Bank und Tisch ihr handwerkliches Geschick unter Beweis gestellt haben, möchten einige von ihnen demnächst eine fahrerische Herausforderung meistern. Sie wollen Ende Juni in das Ötztal aufbrechen, um dort am Ötztal-Moped-Marathon teilzunehmen. Die Mopedfreunde werden an zwei Tagen zirka 300 Kilometer zurücklegen und dabei etliche Höhenmeter überwinden.art