Vom Getreide bis zum Glauben: Viele Gespräche im Gotteshaus

Klönkreis trifft sich in der Düderoder Kirche / Witzige Geschichten und Akkordeonspiel von Florian Unglenk

Aufmerksam verfolgten Besucher die Worte und Musikbeiträge.

Düderode. Angenehm temperiertes und vor allem trockenes Wetter: Das hätten sich die Teilnehmer des Klönkreises der Kirchengemeinde Düderode-Oldenrode zu ihrem jüngsten Treffen gewünscht, das wieder im Düderoder Pfarrgarten stattfinden sollte. Doch Petrus war ihnen am Tag der Veranstaltung nicht wohlgesonnen. Es regnete und die Temperaturen erinnerten eher an den Herbst. Warm angezogen wich die Runde daher in die Kirche aus, wo Pastor Michael Falk und Florian Unglenk den Nachmittag abwechslungsreich gestalteten.

„Wir können es nicht ändern und wir wissen auch, dass der Regen im Prinzip eigentlich ganz gut ist“, betonte Falk zu Beginn und freute sich, dass eine Teilnehmerin aus der Landwirtschaft diese These bestätigte. „Der Regen ist viel Geld wert“, sagte sie. Für die Gerste sei der Regen allerdings zu spät gekommen im Gegensatz zu anderen Getreidesorten oder beispielsweise Rüben und Kartoffeln.

Der Pastor erinnerte anschließend an die Geschichte vom „wunderbaren Fischfang“, die am Wochenende vor dem Treffen der Predigttext war. Ein Bestandteil dieser Geschichte seien die Worte vom Menschen fischen. „Das hat mich schon als Kind ein bisschen geärgert“, erzählte Falk. Das klinge wie Menschen fangen und habe negative Assoziationen bei ihm ausgelöst und sei doch eigentlich das Gegenteil vom christlichen Glauben. „Nun muss man aber einfach wissen, dass der Evangelist ein Wortspiel macht“, relativierte der Geistliche und machte anschließend deutlich, wie die Worte vom Menschen fangen zu etwas Positivem für ihn geworden sind. Falk nahm konkreten Bezug zu den Medienberichten über die Rettungsschiffe im Mittelmeer. Diese hätten gezeigt, wie Menschen aus dem Wasser gefischt worden seien. „Das ist lebensnotwendig, das ist die Rettung.“

Nachdem Florian Unglenk die Besucher zunächst mit Orgelklängen erfreut hatte, kam er von der Empore herunter und unterhielt die Teilnehmer der Klönrunde weiter mit seinem Akkordeonspiel. Ein Höhepunkt war ein Potpourri aus bekannten Seemannsliedern wie „Eine Seefahrt, die ist lustig“, „Wir lagen vor Madagaskar“, „Einmal noch nach Bombay“, „Am Golf von Biscaya“ und „Das ist die Liebe der Matrosen“. Für viele Lacher sorgte er mit einem Witz.
In den musikalischen Pausen las Falk aus einem Buch mit dem Titel „Ein Lächeln macht die Runde“ vor. Es handelte sich um heitere Episoden für fröhliche Christen. Auch diese Beiträge fanden viel Anklang und lösten so manches Schmunzeln aus.

Zwischendurch berichtete die Leiterin des Klönkreises, Helga Zöll, dass sie das Bedürfnis gehabt habe, noch einmal einige Kerzen aufzustellen. Anlass seien mehrere Telefongespräche gewesen, die sie sehr beschäftigt hätten. Zöll regte an, dass sich die Teilnehmer der Klönrunde zum Herbst hin auch einmal Dias in der Kirche anschauen könnten. Es sei wichtig, den Kontakt aufrechtzuerhalten. „Ich freue mich jedenfalls, wenn ihr da seid und wenn man sich sieht.“art