Waldschwimmbad Düderode: Eröffnung für 20. Juni angestrebt

Gemeinde legt Gesundheitsamt konkretes Konzept vor / Gemeinsam besser Leben e.V. unterstützt Förderverein

Übergabe eines symbolischen Schecks am noch nicht gefüllten Becken: Brigitte Hansen, Vorsitzende des Vereins Gemeinsam besser leben, Schatzmeister Robert Schneider-Winterfeld und Jörg Biniasch, Vorsitzender des Fördervereins für das Waldschwimmbad Düderode.

Düderode. Die Gemeinde Kalefeld strebt an, das Waldschwimmbad Düderode am Sonnabend, 20. Juni, zu eröffnen. Das berichtete Bürgermeister Jens Meyer während der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, zu dem die Mitglieder am Dienstagabend in die Auetalhalle nach Willershausen gekommen waren.

Zur Vorbereitung der Eröffnung in Zeiten von Corona hat es bereits vor Ort einen Termin mit Vertretern des Gesundheitsamtes gegeben, erfuhren Gremium und Besucher. Dabei schauten sich die Teilnehmer während eines Rundganges alle Örtlichkeiten an, um dann im gemeinsamen Gespräch nach Möglichkeiten zu suchen, unter welchen Kriterien das Bad eröffnet werden kann, erläuterte Meyer.

Die Gemeinde habe daraus ein Hygienekonzept erstellt, das dem Gesundheitsamt des Landkreises Northeim zur Prüfung vorliege. Details würden noch nicht komplett feststehen. Es dürfte darauf hinauslaufen, dass täglich maximal 300 Personen das Freibad besuchen dürfen, deutete Meyer in der Einwohnerfragestunde an.

Der Förderverein für das Waldschwimmbad Düderode freute sich bereits über Unterstützung durch den „Gemeinsam besser leben e.V.“. Dieser hat die Erlöse über 300 Euro aus seiner Mund-Nasen-Masken-Nähaktion dem Förderverein zur Verfügung gestellt. „Unser Plan ist, dass wir Schwimmhilfen anschaffen, so dass sich Kleinkinder und Säuglinge unter Aufsicht im Nichtschwimmerbecken aufhalten können, falls das Planschbecken zunächst nicht zur Verfügung stehen sollte“, erklärte Fördervereinsvorsitzender Jörg Biniasch während der Übergabe am vergangenen Donnerstag.

Zwölf Damen, nicht alle Mitglieder des Vereins, hatten sich an der Aktion beteiligt und sind als Näherinnen aktiv geworden, teilweise hätten sie selbst auch in die Stoffe investiert, teilweise habe der Verein den Stoff gestellt. „Wir haben lange bevor die Anordnung unserer Regierung kam, uns entschlossen, Gesichtsmasken zu nähen und sie kostenlos abzugeben. Wir sind der Meinung, dass, wenn man den anderen schützt, auf diese Weise Gutes tut und vielleicht auch selber geschützt wird“, erläuterte Vereinsvorsitzende Brigitte Hansen die Motivation der Teilnehmerinnen. Sie war mit Schatzmeister Robert Schneider-Winterfeld zu der Übergabe gekommen.

Zunächst seien Seniorenheime unterstützt worden, erläuterte sie. „Das vorrangige Denken und Ziel war, die alten Menschen zu versorgen, weil sich das Virus dort besonders stark hätte verbreiten können“, sagte Hansen. Die Nachfrage sei rasant gestiegen als die Maskenpflicht für den Besuch von Geschäften und Supermärkten eingeführt worden sei. Abgeholt werden konnten die Masken bei Näherinnen in Düderode, Sebexen und Wiershausen.

„Viele der Abholer haben etwas gespendet“, so Hansen. Jede Näherin habe als Anerkennung eine handschriftliche persönlich auf sie zugeschnittene Dankeskarte und einen Gutschein über 20 Euro von Händlern und Dienstleistern aus dem Alten Amt erhalten, sagte sie.

Von Helga Zöll sei die „wunderbare Idee“ gekommen, die Erlöse einer Altämter Einrichtung zukommen zu stellen, „die allen Gutes tut“. So sei die Wahl auf das Waldschwimmbad Düderode gefallen.

Nun hofft Hansen zusammen mit vielen anderen Menschen, dass die Einrichtung bald öffnen kann. „Das Schwimmbad ist eine tolle Sache. Man muss es dieser armen Gemeinde hoch anrechnen, dass sie es weiterhin trägt“.

Hansen: „Ich hoffe sehr, dass die Menschen es so nutzen, dass alle Freude haben selbst bei all diesen Einschränkungen, die derzeit nötig sind.“ Den Leuten sei es wichtig, dass sie sich im Wasser bewegen können. Wenn die Liegewiesen so genutzt werden, dass die Menschen den Abstand halten, um den anderen zu schützen, „werden alle Freude haben“, ist sich Hansen sicher.

Biniasch freute sich über die Spende und erläuterte, dass es Ziel des Vereins sei, die Attraktivität des Schwimmbades zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ein Hauptaugenmerk liege darauf, dass die Öffnungszeiten möglichst großzügig gestaltet werden können.

Bei Bedarf an zusätzlichen Aufsichten, die seitens der Gemeinde finanziell nicht getragen werden könnten, würde der rund 85 Mitglieder zählende Verein das mit unterstützen, konkretisiert Biniasch. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Erweiterung und Entwicklung der Freizeit- und Sportmöglichkeiten, die neben dem Schwimmen vorhanden seien.

Dazu gehöre der Bereich Beachvolleyball und Veranstaltungen, bei denen unter anderem die Schutzhütte mitbenutzt werden könne. Biniasch verweist als weiteres Beispiel auf die vom Verein im Rahmen eines längeren Projektes finanzierte Rutsche.

Der Förderverein könne für Projekte, die mit Mitgliedsbeiträgen nicht zu stemmen seien, an verschiedene Stiftungen herantreten und dort Fördermittel beantragen. „Das gelingt manchmal mehr, manchmal weniger“, schildert der Vorsitzende die Erfahrungen. Wer den Förderverein unterstützen möchte, kann sich direkt an Biniasch wenden, der darauf hinweist, dass sich Interessenten auch vor Ort beim Schwimmmeister melden können.art