Bad Gandersheim trotzt dem Sturm

Einige Bäume gefallen und Äste abgerissen / Schaden an Stallung in Wolperode / Feuerwehr ohne Einsätze

Die Baustelleneinzäunung „geplättet“, die Verkleidung am Gerüst teilweise abgerissen: So sah es nach der Sturmnacht am Montagmorgen am Rathaus aus.

Bad Gandersheim. Gerauscht und gegrummelt hat’s mächtig, geweht auch, aber insgesamt sind die Folgen des Durchzuges zweier Orkantiefs – „Sabine“ und „Ciara“ – mindestens im Gebiet der Stadt Bad Gandersheim überschaubar geblieben. Zwar ging es nicht ohne Schäden ab, aber wenigstens musste die Feuerwehr nach Angaben von Stadtbrandmeister Kai-Uwe Roßtock zu keinem einzigen Einsatz ausrücken.

Anders sah das schon für die Beamten der Polizei aus: Im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Bad Gandersheim hielt das Sturmtief „Sabine“ die Einsatzkräfte der Polizei in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag durchaus auf Trab. So wurden über 20 Einsätze sowohl im Bereich des Alten Amts, der ehemaligen Samtgemeinde Kreiensen und der Stadt Bad Gandersheim mit seinen Ortsteilen abgearbeitet. Umgeknickte Bäume oder abgebrochene Äste auf Fahrbahnen und umgestürzte Verkehrszeichen waren hier Schwerpunkte. Teile der Baustellenabsicherung am Rathaus der Stadt Bad Gandersheim wurden umgeweht und mussten gesichert werden. Nennenswerte Sachschäden waren aber nicht zu verzeichnen.

Am Sonntagnachmittag hatte der Wind langsam Fahrt aufgenommen. Die Warnungen, sich ab späten Nachmittag möglichst nicht mehr im Wald oder im Bereich großer Bäume aufzuhalten, mag manchem zunächst übertrieben vorgekommen sein. Es war zwar stark windig, aber eben noch kein Sturm. Trotzdem reichte auch der starke Wind, um schon einige kapitale Bäume zu Fall zu bringen.

So am Nachmittag bereits am Glaubenszentrum, wo eine Buche vom Waldrand quer über die Straße fiel und sogar noch den Zaun am Glaubenszentrum in mehreren Feldern beschädigte. Glücklicherweise war niemand in der Nähe, als der Baum stürzte, ansonsten hätte durchaus sogar Lebensgefahr bestehen können.

Am Skulpturenweg, berichteten Passanten, sei in Höhe des Wildgeheges ein Baum umgestürzt. Eine Birke fiel am Abend auf Privatgrund am Tennisplatzweg, ragte aber danach zu Teilen in die Straße. Der benachrichtigte Bauhof war in kurzer Zeit vor Ort und entfernte Gefahrenteile.
In Wolperode hatten erste starke Böen bereits am Nachmittag auf dem Dach einer Stallung Teile der Blechbedachung auf- und emporgerissen. In Dannhausen brach am Ortseingang ein alter Baum auseinander. Zahlreiche kleinere Astbrüche und Schäden entstanden, wurden aber in der Regel schnell und unkompliziert beseitigt.

Aus Sicherheitsgründen hatte der Landkreis Northeim bereits am späten Sonntagnachmittag die Schule für Montag im gesamten Kreisgebiet ausfallen lassen. Was am Montagmorgen angesichts vorübergehender Ruhe zunächst als zu vorsichtig erschien, doch noch vormittags frischte der Wind schon wieder teils kräftig auf. Gefahren vor allem für den Schulbusverkehr wären tatsächlich nicht auszuschließen gewesen.

Dass manchmal nur wenige Kilometer den Unterschied machen können, zeigt das Geschehen in Seesen: Hier sorgten die Windböen für deutlich mehr Einsätze und Schäden.rah

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