Begrüßungsfest für die Festspiele bei besten Bedingungen und diesmal superlang

Bad Gandersheim. Oh, welch schöner Abend, und was für ein Programm! Bei frühsommerlicher Milde bis weit nach Sonnenuntergang wurde am Montagabend nach der Begrüßung des Ensembles im Kaisersaal auf dem Platz zwischen Tribüne und Kulturhof das Begrüßungsfest gefeiert. Und das hatte es im Jahr der 60. Domfestspiele in sich. Wohl noch nie waren so viele Auftritte an diesem Abend dabei, nur ein Ensemblemitglied, das wegen einer anderen Verpflichtung nicht in Bad Gandersheim war, konnte nicht auftreten, alle anderen waren dabei.

Nach der Begrüßung durch Achim Lenz führte Jan Kämmer souverän und humorvoll durch das Programm. Die Beiträge waren in der Überzahl musikalischer Natur, weshalb Ferdinand von Seebach und Patricia Martin am Keyboard gut zu tun hatten. Zu den Ausnahmen gehörten zum Beispiel die Auszüge, die Felicitas Heyerick und Marco Luca Castelli (Foto links) aus ihren jeweiligen Studioinszenierungen „Bier für Frauen“ und „Die Maradona-Variationen“ brachten.

Und natürlich die akrobatische Vorführung der Seil-Künstler von „Line Act“, die die Westfassade der Stiftskirche zur Vertikalbühne werden lassen (Bild Mitte) und damit im „Jedermann“ zu sehen sein werden. Aus der Reihe fiel kein einziger Beitrag, das Niveau war sehr hoch, herausragend aber waren dennoch sicher zwei Auftritte: Zum einen der von Guido Kleineidam (rechts). „Zurück in Bad Gandersheim“, das fühlte sich sehr gut an, und Guido erfüllte die Erwartungen seiner Fans mit dem Lied „Mascara“ aus „La Cage aux Folles (Ein Käfig voller Narren)“, in dem er vor der Stiftskirche schon gespielt hatte.

Und als genialer Abschluss die ungeheuer stimmgewaltige Julia Waldmayer mit dem Queen-Hit „Somebody To Love You“ zum Mitsingen. Ein fantastischer Festspielauftakt.rah

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