Niedriger Benzinpreis sorgt für Stau und Polizeieinsatz

Bad Gandersheim. Vermutlich war es ein Versehen der digitalen Preisgestaltungszentrale der Shell: Am Donnerstagabend wischten sich Kraftfahrer gegen 18 Uhr verwundert die Augen, als bei Shell in der Holzmindener Straße plötzlich E10 Super nach einem massiven Preissturz mit „nur noch“ 1,52 Euro je Liter ausgewiesen wurde. Selbst das höherwertige Superbenzin lag noch um zwei Cent unter dem Dieselpreis.

Da ließen sich viele Autofahrer nicht zweimal bitte, in kurzer Zeit bildeten sich lange Schlangen an den Tanksäulen. Wer nicht zufällig vorbeikam, wurde durch die sich in Windseile verbreitende Nachricht in sozialen Medien angelockt. Bald schon, so Beobachter, reichte die Schlange bis in den Kreisel, dann weiter in den Schwarzen Weg zurück. Sogar die Polizei musste anrücken, um den Verkehr zu regulieren.

Der Preis-Spuk hatte aber bald wieder ein Ende. Deutlich bevor die Letzten in der Warteschlange es zur Tanksäule geschafft hatte, sprang der Preis wieder um 10 Cent nach oben, E10 lag mit 1,62 wieder vor Diesel bei 1,59 Euro. Das gleiche erlebten Kraftfahrer offenbar in weiten Teilen des Landes an Shell-Tankstellen, weshalb die Vermutung nahe liegt, dass es sich um einen Einpreisungsfehler handelte. Einigen zumindest hat er ein paar Euro Erspanis gebracht.rah