Besonderes Engagement gewürdigt

Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz übergab Ehrenamtspreise der Stadt^

Bürgermeisterin Franziska Schwarz (rechts) zeichnete engagierte Bürger mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Bad Gandersheim aus.

Bad Gandersheim. Die Vergabe der Ehrenamtspreise 2019 ist ein Höhepunkt des Jahresempfangs der Stadt Bad Gandersheim gewesen. Bürgermeisterin Franziska Schwarz überreichte am Donnerstagabend die Auszeichnungen und würdigte das Engagement der Geehrten. Seit einigen Jahren zeichnet die Stadt nach Vorschlägen aus der Bevölkerung und einer nachfolgenden Jury-Auswahl Mitbürgerinnen und Mitbürger mit dem Preis aus.

Schwarz: „Es handelt sich hierbei nicht um eine Würdigung mit materiellem oder finanziellem Hintergrund, sondern um eine öffentliche Anerkennung von bürgerschaftlichem Engagement für die Allgemeinheit. Ein Engagement, das mitunter für viele gar nicht wahrnehmbar geleistet wird und ohne das vieles für uns scheinbar Selbstverständliche gar nicht möglich wäre.“

Die Auszeichnungen gingen an drei Einzelpersonen, zwei Ehepaare und eine Gruppe. Schwarz verlieh im Namen der Stadt jeweils eine Urkunde und übergab zudem einen kleinen ,Pin’ der neuesten Kollektion mit dem Wahrzeichen, der Stiftskirche, als „ein kleines äußeres Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die erbrachten ehrenamtlichen Leistungen“. Als erstes wurde Liane Goslar gewürdigt. Sie engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich bei den Museumsfreunden und organisiert dort unter anderem die sehr gut angenommene Vortragsreihe, die zum Beispiel historische und kulturelle Besonderheiten der Stadt Bad Gandersheim und ihrer Dörfer einem breiten Publikum vorstellt – eine ehrenamtliche Aktion „von Bürgern für Bürger“.

Damit wird nicht nur der einheimischen Bevölkerung, sondern auch den Kurgästen einmal im Monat eine interessante und außergewöhnliche „Spezialität“ aus Bad Gandersheim nahe gebracht, die das Veranstaltungsangebot insgesamt bereichert. Darüber hinaus hat Goslar die Aktion „Stromkästen erzählen Geschichten“ initiiert und kümmert sich um die Organisation, erläuterte Schwarz. Mit der Aktion wird die Geschichte Bad Gandersheims in Stadt und Dörfern durch historische Fotos im öffentlichen Raum lebendig.

Die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit der Geschichte ihrer Stadt wird gestärkt, zumal die Aktion mit privaten Spenden aus der Bürgerschaft finanziert wird. Rosemarie Peters ist „in mehreren Bereichen unserer örtlichen Gemeinschaft ein absoluter Aktivposten, aber einer, der oft im Hintergrund wirkt“, beschrieb Schwarz die nächste Preisträgerin. Im Bereich des Waldschwimmbades bepflanzt sie Schalen und Beete in Eigeninitiative, kümmert sich während des Jahresverlaufs um die Anpflanzungen und sorgt an den Wochenenden und Feiertagen dafür, dass das Bad für die Frühschwimmer geöffnet wird. „Das sind viele übrigens“, so Schwarz. Zudem ist sie ein Aktivposten der Evangelischen Stiftskirchengemeinde. Sie erstellt seit fast drei Jahren den Dienstplan für die „Offene Kirche“, die sehr wichtig für die Gäste der Stadt ist. Sie übernimmt selbst viele Aufsichtsstunden und ist im kirchensozialen Bereich eine feste Größe, denn sie bereitet das Kirchenkaffee mit vor, backt Kuchen und Plätzchen und kocht Marmeladen für die Veranstaltungen – und darüber hinaus bereichert sie alles noch mit Blumen aus eigenem Garten. Die Auszeichnung nahm stellvertretend ihr Ehemann entgegen.

Birgina Reinelt vom MTV Bad Gandersheim war als aktive Turnerin bis auf Bezirksebene aktiv; 1991 erfolgte die Lizenzausbildung im DTB als Übungsleiterin, anschließend Übernahme einer Damen- Gymnastikgruppe bis heute (28 Jahre); 1995 Fach-Lizenzausbildung B „Reha- und Gesundheitssport“ und Gründung einer neuen Abteilung im MTV bis heute (24 Jahre); Reinelt engagiert sich auch darüber hinaus im sozialen Bereich für den MTV, beispielsweise durch Geburtstags- und Krankenbesuche und Organisation von Fahrten, Feiern, Turnieren und mehr.

Die Geehrte ist auch deshalb eine wesentliche „Säule“ des MTV-Übungsbetriebs, weil sie sich schon mehrfach bei Ausfällen und Engpässen im Übungsleiterbereich über die Tätigkeit innerhalb ihrer eigenen Gruppen hinaus aushilfsweise eingesetzt hat. Ihr großer Einsatz wurde mit verschiedenen Auszeichnungen auf Vereins-, Kreis- und Landesebene gewürdigt. Anita und Klaus Butterbrodt organisieren und begleiten seit über zwei Jahren das „Weltcafé“ im Rahmen der Flüchtlingsinitiative „einLeben“ mit einer vorbildlichen Zuverlässigkeit und Nächstenliebe zu den vielen Flüchtlingen aus fremden Kulturkreisen, wie die Bürgermeisterin erläuterte.

Das „Weltcafé“ hat als Kontaktpunkt und Informationsstelle eine wichtige Bedeutung in der Betreuung der geflüchteten Menschen und wäre ohne den besonderen Einsatz des Ehepaares Butterbrodt sicherlich nicht in diesem Umfang zu betreiben, berichtete Schwarz. Brunhild und Stefan Manzeck aus der Hebersiedlung Hachenhausen haben sich um die Flüchtlingsbetreuung große Verdienste erworben. Die Eheleute betreuen seit vielen Jahren Migranten bei der Integration in unser Land. Insbesondere während der Jahre 2016 und 2017 haben sie sich um das Ankommen und die Notwendigkeiten von geflüchteten Familien „hochgradig verdient gemacht“. Teilweise sind sie dabei bis an die eigenen Grenzen gegangen, haben die eigenen Kräfte nicht geschont und sich selbst oft zurück gestellt.

„Das verdient großen Respekt und unser aller Anerkennung“, sagte Schwarz. Das Team „DRK-Blutspendedienst + Senioren-Nachmittage“ gewährleistet durch großen Arbeitseinsatz den Ablauf des DRK-Blutspendedienstes und der monatlichen Senioren- Nachmittage in den Räumen des Katholischen Pfarramts. Durch Betreuung, Begleitung und Fahrdienst werden in der Stadt wertvolle Angebote aufrechterhalten. Seit vielen Jahren engagieren sich Maria Gruner, Erika Wilde, Monika Guth, Ingrid Keunecke, Erika Baus, Margitta Müller, Walter Adler für die beiden genannten Bereiche des örtlichen Gemeinwohls durch ihren regelmäßigen aktiven Einsatz.art

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