Das Projekt „LaGa 2022“ nimmt Fahrt auf

Zahlreiche neue Informationen lassen die LaGa bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung im Freibad plastisch werden

Mit rund 250 Interessierten war die Einwohnerversammlung im Freibad gut besucht. Auch wenn es enger aussieht, Abstände wurden gewahrt.

Bad Gandersheim. Anfangs war es noch angenehm sonnig und stellenweise auch schön warm, später klapperten doch einigen die Zähne, denn der Dienstagabend im Freibadgelände wurde nach fast zweieinhalb Stunden Landesgartenschauinformation dann doch ziemlich frisch. Keine laue Sommernacht im Gandeon-Kinoland, wohl aber ohne Zweifel eine viel schönere Gelegenheit, als sich dies alles im Saale anzuhören. Man musste sich eben nur entsprechend anziehen.

Anders als mit dieser Freiluft-Einwohnerversammlung wäre das alles unter den aktuellen Corona-Bedingungen auch gar nicht möglich gewesen. So bedankte sich Bürgermeisterin Franziska Schwarz beim Kinoverein für die Möglichkeit, die große LED-Wand für die zum Teil beeindruckenden Präsentationen nutzen zu dürfen. Der Förderverein Landesgartenschau hatte die Bestuhlung aufgestellt und war mit seinem Infostand präsent, Mitglieder betreuten den Einlass mit der Teilnehmerliste. Und Acki Kolbe erlebte an diesem Abend den wahrscheinlich bisher umsatzreichsten Einsatz während seiner Sommerpräsenz im Freibad.

Um die 250 Interessierte kamen. Eine durchaus gute Resonanz, und auch ein engagiertes Publikum, wie sich später bei den Fragemöglichkeiten zeigen sollte. Als Moderatorin führte LaGa-Marketingfrau Grit Arndt humorig und kompetent durch den Abend. Das alles war seitens der Durchführungsgesellschaft gut vorbereitet und mit Materialien hinterlegt worden, die auf der großen Leinwand erklärend zu sehen waren.

Als Gäste waren an diesem Abend seitens des planenden Büros nsp Schonhoff Franziska Schadzeck, für den Bereich Freibad von Polyplan Kreikenbaum Sebastian Flohre und als Planer für die Bepflanzungen Heiner Luz aus München dabei. Sie konnten den Besuchern zahlreiche neue Informationen vermitteln.
Zuerst die Vertreterin des Planungsbüros. Sie gab diesmal vornehmlich Informationen über die Reihenfolge der Bauabschnitte, von denen der erste bereits im August aufgenommen werden soll. Es handelt sich dabei um den Bereich rund um den zweiten Osterbergsee. Dieser wird bekanntlich ausgebaggert. Zeitgleich beginnen aber auch die Arbeiten rund um diesen See an Wege- und Beeteneugestaltung.

Ebenfalls noch in dem Bereich A1 der Bauzonen gehört der Sportpark, also der Bereich rund um den dritten Osterbergsee. Hier soll im Oktober mit den Bauarbeiten begonnen werden. Im Spätherbst wird dann im Bereich A3, zu dem die Koppelwiese gehört, mit Arbeiten begonnen, und im Januar 2021 würde der Bereich des ersten Osterbergsees hinzukommen.

Noch Abstimmungsbedarf gebe es im Bereich A2, der den alten Kurpark und das Kurparkhotel Bartels umfasst, berichtete Schadzeck. Dabei geht es wohl auch vor allem um die Nutzungsvorstellungen des derzeitigen Spielplatzbereiches vor dem Kurparkhotel.

Die weiteren Bereiche sollen sich Stück für Stück danach anschließen: B1 und 3 wäre die Gandepromenade durch die Füllekuhle, B2 der barrierefreie Aufgang zum Skulpturenweg am Kurhausparkplatz, B4 der Klosterhügel Brunshausen, B5 die Gestaltung am Dehneweg und B6 der Spielplatz Plangarten, zu dem es noch eine Kinderbeteiligung gegeben hat, deren Ergebnisse in die Gestaltung einfließen sollen. Ganz zum Schluss würde die Flutrückhaltung nördlich Brunshausens in der ehemaligen Mühlensenke gebaut.

Eine entscheidende Information gab es auf Nachfrage: Alle Bereiche, in denen Arbeiten aufgenommen werden, müssen natürlich aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Und sie werden alle erst wieder zur Eröffnung am 14. April 2022 zugänglich sein – von Baustellenführungen einmal abgesehen. Zu diesem Zeitenplan und den damit verbundenen Einschränkungen wird die Durchführungsgesellschaft aber noch detailliert getrennt informieren.
Den Vortrag mit dem meisten Applaus hatte Heiner Luz aus München. Der humorige Schwabe darf als Landschaftsbauer die Bepflanzung beplanen und stellte die aktuellen Vorstellungen vor. Womit er, so seine Einleitung, den Vorteil habe, nicht „von den Verwüstungen, sondern den blühenden Landschaften danach“ sprechen zu dürfen.

Das tat er in Wort und Bild so nachhaltig, dass man sich die dort vorgestellten Stauden und Blumen schon vor dem geistigen Auge vorstellen konnte. Aus Luz’ Vortrag wurde auch deutlich, dass die Bepflanzung tatsächlich eine sehr nachhaltige sein wird: Keine klassischen „Blumenbeete“, sondern zwar eine künstlich erschaffene, aber doch natürlich wirkende Landschaftsgestaltung mit extensivem Pflegebedarf. Dabei wird je nach Pflanzstelle mit unterschiedlichsten Pflanzengemeinschaften gearbeitet. Wichtig auch der Aspekt, dass sie durch das ganze Jahr etwas zu bieten haben. Luz sprach dabei von bis zu zehn Monaten im Jahr. Die gesamten Pflanzarbeiten werden im Laufe des Jahres 2021 erfolgen, die meisten ab dem Herbst.rah

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