Ein weiteres Jahr mit Dr. Hinrich Bönicke

Weiter an der Spitze des Fördervereins Domfestspiele / 2022 soll es Ende März wieder eine Winter-Gala geben

Neuer Vorstand: (von links) Ilka Brodtmann, Tina Schönfelder, Dr. Peter Ruhnau, Wiebke Ruf, Dr. Hinrich Bönicke, Ingrid Lohmann, Lothar Germer und Franziska Schwarz.

Bad Gandersheim. Es war so manches anders in diesem Jahr, als der Förderverein der Domfestspiele zu seiner Jahreshauptversamnmlung für die Jahre 2019 und 2020 geladen hatte. Zum Beispiel der Zeitpunkt: Bis 2019, wo die letzte Hauptversammlung stattgefunden hatte, war dies immer im Rahmen der laufenden Festspiele gewesen. Und der Ort dazu das Gastronomiezelt der Festspielgastronomie. Da es ein solches in diesem Jahr nicht gab, musste nach einer Alternative gesucht werden, die sich rasch mit dem Probenzentrum der Festspiele fand. Knapp nach Ende der Festspielzeit wurde dort nun vergangene Woche getagt.

Unter guter Beteiligung, wie Vorsitzender Dr. Hinrich Bönicke feststellen durfte. Es waren ein paar mehr Mitglieder gekommen, als sonst üblich. Und es waren einige Wahlkämpfer vor Ort, so Dr. Roy Kühne (CDU MdB), Christian Grascha (FDP-Landratskandidat) und Uwe Schwarz (Kreistagskandidat der SPD).

Bevor aber die eigentlichen Formalien abgewickelt wurden, durfte die Festspielleitung mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Thomas Groß und Intendant Achim Lenz den üblichen Rückblick auf die Festspiele geben. Lenz zeigte sich dabei glücklich, die Domfestspiele diesen Sommer erfolgreich hinter sich gebracht zu haben. Über 35.000 verkaufte Karten kamen am Ende zusammen. Der Intendant übermittelte mit seinen Worten auch den Dank der Darsteller an die Menschen, die das möglich gemacht haben – also auch den Förderverein.

Man habe schwierige Probenzeiten erlebt, sich ständig in großen Unsicherheiten befunden und trotzdem alles bewältigt. Dabei habe sich das neue Probenzentrum auch als so etwas wie „das Rückgrat“ erwiesen. Nun schließe sich die Hoffnung an, im Sommer 2022 wieder so etwas wie eine normale Spielzeit zu erleben.

Der kaufmännische Geschäftsführer Tomas Groß fragte in die Runde: „Wo war der Sommer? In den Herzen der Menschen ganz sicher, aber im Wetter wohl kaum“, lautete seine eigene Antwort auf die Frage. Den Festspielen sei es gelungen, in Coronazeiten die Begegnung von Menschen und eine Spielzeit hinzubekommen. Und dies mit 91 Vorstellungen. Das habe in vielfacher Hinsicht einen erheblichen Mehraufwand bedeutet – auch finanziellen.

Im kommenden LAGA-Jahr werde man sich einen solchen Kraftakt bei den Festspielen nicht wieder leisten können. Dennoch trügen die Domfestspiele dem besonderen Jahr Rechnung, in dem das an sich normale Kontingent von 56 Vorstellungen um neun auf 65 geplante Aufführungen ausgeweitet werde. Dadurch würden die Festspiele etwas mehr als eine Woche länger dauern als gewöhnlich. Und sie werden natürlich auch bei der LAGA direkt präsent sein.

Nach diesem Part zog Fördervereins-Vorsitzender Dr. Hinrich Bönicke Bilanz der letzten zwei Jahre, denn 2020 war die Hauptversammlung pandemiebedingt ja abgesagt worden. 2019 sei da noch das „normale“ Jahr gewesen, so Bönicke. Allerdings habe es in den beiden Jahren im Vorstand Veränderungen gegeben, die zum Teil wegen der nicht möglichen Wahlen bis zum Tage dieser Jahreshauptversammlung kommissarisch vorgenommen worden seien.

So verließen 2019 auf eigenen Wunsch Rolf Klüger, Uwe Schütze und Dr. Joachim Drewes den Vorstand. Mit dem laufenden Jahr schied Werner Barkschat aus dem Vorstand aus. Hinzugekommen seien dafür Ingrid Lohmann, die den Bereich Marketing/Mitgliederwerbung übernahm, Lothar Germer, der das Schriftführeramt ausfüllt, sowie als Beisitzer Ilka Brodtmann und Wiebke Ruf.

Ansonsten sei aus den Mitteln des Vereins auch das Probenzentrum erheblich mit unterstützt worden, rund 50.000 Euro gingen in die sogenannte „Black Box“, den kleineren Probenraum. 2019 fand die bislang größte Winter-Gala des Vereins in Harriehausen statt. Im letzten Jahr musste sie kurzfristig abgesagt werden, für 2022 sei aber bereits ein Termin festgelegt und der Förderverein entschlossen, die Gala auch wieder auszurichten, so Bönicke. Termin wird der 20. März sein, zu dem Zeitpunkt steht das Ensemble bereits weitestgehend fest und kann bei der Gala präsentiert werden.

Blieben zu guter Letzt nur noch die Wahlen nachzuholen. Die waren vorab gut vorbereitet und alle vom Vorstand vorgeschlagenen Kandidaten bekamen weder Gegenkandidaten noch Gegenstimmen. Einstimmig noch für ein weiteres Jahr wiedergewählt an der Spitze Vorsitzender Dr. Hinrich Bönicke. Neue Stellvertreterin nun aus den Reihen der Beisitzer aufgerückt seine Tochter Wiebke Ruf. Schatzmeisterin bleibt Tina Schönfelder, als Schriftführer wurde der bereits kommissarisch tätige Lothar Germer nun offiziell ins Amt gewählt. Ebenso Ingrid Lohmann als Marketingbeauftragte. Drei Beisitzer standen zur Wahl: Dr. Dieter Simon bleibt im Amt, ebenso die zwischenzeitlich dazugekommene Ilka Brodtmann, neu dabei ist Dr. Peter Ruhnau, „damit auch der Bereich Kreiensen-Einbeck seinen Anteil an der Fördervereinsarbeit nimmt“, wie er bei der Vorstellung sagte.rah