Endlich: Gebäude 4 ist wieder nutzbar

Am ersten Schultag des zweiten Halbjahres konnte der naturwissenschaftliche Trakt wieder in Betrieb genommen werden

Sichtbares Zeichen der Freude: Zahlreiche Schüler standen bereit, um zu Nenas Lied „99 Luftballons“ ebenso viele aus dem gerade eingeweihten Gebäude in den Himmel steigen zu lassen.

Bad Gandersheim. Der erste Schultag des zweiten Schulhalbjahres 2018/19 ist für das Roswitha-Gymnasium ein Tag der Freude gewesen. Denn nach rund einem Jahr nach Beginn der Bauarbeiten und damit Sperrung des Gebäudes 4 des Gymnasiums für die Nutzung, ist es am Montagmorgen feierlich wieder freigegeben worden. Das wurde mit einem kleinen Festakt gebührend gefeiert. Unter anderem ließen Schüler aus den Fenstern des naturwissenschaftlichen Traktes zu Nenas Lied „99 Luftballons“ als sichtbares Zeichen der Freude mindestens ebenso viele in den Himmel steigen.

Ihren Lauf genommen hatte die lange Verzichtspause des Gymnasiums zur Nutzung des Gebäudes durch eine Absenkung eines Gebäudeteiles: Das Treppenhaus hatte sich bekanntlich vom Gebäude entfernt, es kippte immer schneller in Richtung Schulhof. Die Sanierung erwies sich als kompliziert wegen eines schlechten Untergrundes, am Ende musste das gesamte Treppenhaus bis in die Fundamente entfernt werden. Die waren noch aufwändiger neu zu gründen.

Im Zuge der Maßnahme wurde dann auch die Anforderung nach Barrierefreiheit mit berücksichtigt, in dem in das neue Treppenhaus auch ein Fahrstuhl eingeplant wurde. Für die Mitarbeiter des Landkreises entwickelte sich die Treppenhaussanierung dann zunehmend zu einer des gesamten Gebäudes, wie Manfred Jeschke, der den Bau seitens des Landkreises als Schulträger begleitete, dem GK vor Ort erläuterte.

So wurde praktisch in allen Räumen saniert: Von den elektrischen Anlagen angefangen über die komplette Sanierung der seit Betriebsbeginn in dem Gebäude nie überarbeiteten Sammlungsräume bis hin zur modernen Ausstattung mit Whiteboards und anderem mehr – das Gebäude 4 ist damit heute das wohl modernste des gesamten Gymnasiums-Komplexes. Der Landkreis hat sich das auch einiges kosten lassen: Gute 600.000 Euro sind in die Gesamtmaßnahme geflossen.

„Das ist auch eine Summe, die Wertschätzung gegenüber dieser Schule ausdrückt“, sagte Direktor Kilian Müller am Montagmorgen bei der offiziellen Freigabe. Er bedankte sich bei Maik Fieber und Manfred Jescke, die als Vertreter des Landkreises (und in Vertretung der urlaubenden Landrätin) gekommen waren, für den langen und erfolgreichen Einsatz. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, wovon sich die Beteiligten nach dem symbolischen Durchschneiden eines Absperrbandes selbst noch ein Bild machen konnten.

Das tat auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne, der wegen der Eröffnung extra noch einen Schlenker über Bad Gandersheim in seinen Terminplan eingebaut hatte. Er lobte den Landkreis für den vorbildlichen Einsatz und verband damit die Hoffnung, dass auch die Frage des anstehenden Toilettenausbaus bald gelöst werden könne und ebenso für die Turnhallensanierung (Gebäude 5) ein Weg gefunden werde.

Was von außen dem chicen Gebäude nicht anzusehen ist: Einige Gewerke sind noch zu erledigen: So konnte das Treppenhaus innen noch nicht verputzt und auch deswegen noch keine Handläufe angebracht werden, außerdem ist  der Fahrstuhl noch nicht eingebaut. Diese Reste sollen aber in Kürze zuende gebracht, so Manfred Jeschke gegenüber dem Gandersheimer Kreisblatt.rah

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