Gabenzaun für Bedürftige

Neues Projekt der Nachbarschaftshilfe Bad Gandersheim und Umgebung gestartet

Am Gabenzaun: Rene Osbahr, Silja Knotek, Dominik Busch und Torsten Meyer (von links).

Bad Gandersheim. Die Nachbarschaftshilfe Bad Gandersheim und Umgebung hat ein besonderes Zeichen der Solidarität gesetzt und einen Gabenzaun in der Garage am DRK-Kindergarten eingerichtet. Unter dem Motto „Jeder für jeden“ können sich dort bedürftige Personen etwas mitnehmen, während andere Menschen, die diese Aktion unterstützen möchten, den Zaun mit Brauchbarem, Nützlichem, Eßbarem und Unterhaltsamem bestücken.

Die Aktion soll den Zusammenhalt und den Gemeinsinn fördern. Zum Auftakt hingen Kartoffeln, Nudeln und Toilettenpapier am Zaun.

„Ich habe einen Artikel über einen Gabenzaun in Wuppertal gelesen, bei dem aber ein öffentlicher Zaun benutzt wurde“, erzählt Silja Knotek, Koordinatorin bei der Nachbarschaftshilfe, wie die Idee für das Projekt geboren wurde. Nachdem sie bei Torsten Meyer, einem weiteren Koordinator und zugleich DRK-Ortsvorsitzender, mit ihrer Idee auf offene Ohren gestoßen war, baute sie mit ihrer Familie den Zaun. Gespendet wurden einige Kisten Kartoffeln von Landwirt Alfred Koch aus Dankelsheim, Nudeln aus eigener Herstellung von Christian Schlegel aus Ellierode und Toilettenpapier vom DRK, erläuterte Knotek am Freitagnachmittag. Familie Manzeck aus Hachenhausen spende Honig. Zum Spektrum der weiteren Spenden von Privatpersonen gehören Rätselhefte und Suppen. Unterstützung habe auch der Edeka-Center Scheuner in Bad Gandersheim zugesagt, berichtet Knotek.

Unterstützt werden sollen insbesondere bedürftige Personen, die in der aktuellen Situation keine Möglichkeit haben, an Bedarfe, die derzeit nur schwer zu kaufen sind, zu kommen, konkretisiert Meyer. Viele Menschen seien wegen der Folgen der Corona-Pandemie finanziell nun noch schlechter gestellt, gibt Knotek zu bedenken.

Der Zaun habe auch die Funktion eines Mutmachers, erklärt Rene Osbahr, Impulsgeber der Nachbarschaftshilfe. Er sei ein Zeichen der Solidarität. Herzlich willkommen seien insbesondere Artikel, die derzeit am Markt nicht oder nur schwer zu erwerben seien. Dazu zählten außer verschiedenen haltbaren und verpackten Lebensmitteln unter anderem auch Hygieneartikel, Atemmasken, Desinfektionsmittel und Handschuhe.

„Wir wollen jetzt erst mal schauen, ob die Leute etwas annehmen und etwas dranhängen“, beschreibt Meyer das weitere Vorgehen. Die Nachbarschaftshilfe, in der derzeit 51 Privatpersonen und mehrere Institutionen aktiv sind, würde sich freuen, wenn noch mehr Firmen die unbefristete Aktion unterstützen.art

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