Großeinsatz der Stadtwehren in Hachenhausen: Drei Brandorte in zwei Haushälften

Hachenhausen. Äußerst seltsam ist es schon, dass es in Hachenhausen nunmehr das dritte Mal binnen eines Jahres brennt und jedes Mal eine Brandstiftung die naheliegendste Ursache ist. Zudem liegen die Brandorte nur wenige Meter voneinander entfernt. Samstagmorgen um 2.47 Uhr wurde nun erneut per Sirene Alarm gegeben, nachdem die Leitstelle von einem Brand in einem leerstehenden Doppelhaus im Unterdorf Kenntnis hatte. Zunächst, so Stadtbrandmeister Kai-Uwe Roßtock, seien die Harzbörder Wehren an den Brandort geschickt worden, außerdem Kräfte aus Bad Gandersheim und die Drehleiter. Dort fanden sie einen Brandherd, der sich bereits in Teilen durch eine Holzeingangstür gefressen hatte, die zu einem Keller führte. Dahinter brannten Paletten. Bei genauerer Inspektion des stark verqualmten Gebäudes, das aus zwei getrennten Hälften besteht, fanden sich aber noch zwei weitere Brandherde. Es brannte in den jeweiligen Küchen. Um sich Zugang zu verschaffen, mussten die verschlossenen Türen aufgebrochen werden.

Aufgrund der Lage wurde nachalarmiert, unter anderem rückten Kräfte aus Altgandersheim, Dankelsheim, Ackenhausen, Gremsheim, Wolperode, Clus an. Insgesamt, so Roßtock gegenüber dem GK, seien rund 70 Einsatzkräfte vor Ort gewesen, darunter 20 Atemschutzgeräteträger, denn nur mit diesen konnte in das leerstehende, aber vermüllte Haus bis an die drei Brandorte vorgedrungen werden. Auch die Drohne war im Einsatz, um sicherzustellen, dass es im Dachbereich nicht noch einen Brandherd gäbe, dorthin war im Haus kaum vorzudringen.

Nach rund zwei Stunden Einsatz konnten die ersten Kräfte wieder abgezogen werden. Die Polizei war ebenfalls vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach Lage der Dinge ist Brandstiftung mehr als wahrscheinlich. Die Brandursache ist aber offiziell bislang ungeklärt. Die Ermittlungen dauern an. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Nach erster Einschätzung ist ein Sachschaden in Höhe von rund 100.000 Euro entstanden. Zahlreiche aufgeschreckte Hachenhäuser verfolgten das hervorragend korrdinierte Einsatzgeschehen als Beobachter.rah/pol