In 14 Tagen: Großes DO-Treffen

60. Geburtstag der DO 27 auf dem Kühler gibt den Anlass / Rund 50 Maschinen werden erwartet

Am Boden und in der Luft: Vom 19. bis 21. Juli gibt es auf dem Kühler richtig was zu sehen.

Bad Gandersheim. Ein ganz besonderer fliegerischer Leckerbissen erwartet die Roswithastadt für das Wochenende vom 19. bis 21. Juli: Von Freitagnachmittag bis Sonntag wird auf dem Flugplatz Kühler ein internationales DO-Treffen stattfinden. DO steht dabei für Flugzeuge des Typs Dornier, und hier im Speziellen die DO 27 und die FWP 149.

Nun kommt die Idee zu einem solchen Treffen nicht einfach so, sondern hat natürlich einen triftigen Grund. Und der steht seit 1980 in Form einer DO 27 auf dem Kühler. Die Maschine mit der Kennung D-EFOB ist wohl jedem halbwegs fluginteressierten Gandersheimer ein Begriff. Zum einen wegen ihres typischen Erscheinungsbildes als Hochdecker, dann der nicht minder typischen Lackierung, die an ihre Zeit bei der Bundeswehr erinnert, und nicht zuletzt das Flugverhalten und der unverkennbare Motorensound.

Zu Zeiten, als auf dem Flugplatz noch Fallschirmspringer stationiert waren, gehörte die DO zu den „Arbeitseseln“, die sie in Absprunghöhen brachten, da sie als Hochdecker den idealen Ausstieg für das Fallschirmspringen bietet. Leider haben sich die Springer vom Gandersheimer Platz zurückgezogen, die DO ist noch da. Und kann jetzt ihren 60. Geburtstag feiern – darin liegt dann auch der Anlass zu dem internationalen Treffen.

Die D-EFOB wurde 1959 an die Heeresfliegerstaffel 827 Niedermendig ausgeliefert, kam aber in der zweiten Jahreshälfte bereits nach Bückeburg zur Heeresfliegerinstandsetzungskompanie 108. 1961 wurde die DO 27 zur Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg verlegt, 1965 zur Bundeswehrflugsportgruppe am selben Ort. 1973 wanderte die Maschine dann weiter zum 2. Heeresfliegerbataillon in Rheine, kehrte aber 1980 zurück nach Bückeburg.

Von dort wurde sie aus dem Militärgebrauch ausgegliedert und bekam die Zulassung für den Zivilgebrauch. Neuer Stationierungsort wurde der Gandersheimer Flugplatz Kühler. Dort fliegt die DO seither fast ohne Unterbrechungen – falls man eine mittlerweile aufwändig durchgeführten Restaurierung als solche sehen will.

Zum zweiten Mal nach 2008 – von wann die hier gezeigten Fotos stammen – findet nun also ein DO-Treffen auf dem Kühler statt. Als besondere Schmankerl werden dazu auch das Vorgänger- und das Nachfolgemodell der Gandersheimer Maschine erwartet. Es sind dies ein Fieseler Storch aus Kassel und eine DO 28 aus Uetersen.

Insgesamt, so die organisierende Veranstaltungsleitung, sollen rund 50 Maschinen aus dem In- und Ausland an den drei Tagen auf dem Kühler zu sehen sein. Da wird es voll am Boden und lebendig in der Luft. Die Veranstalter weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass es keine Flugshow geben wird, sondern es sich um ein reines Oldtimer-Treffen handelt.

Auch bei einem solchen werden die Flugzeuge aber eben auch bei Starts, Landungen und in der Luft zu erleben sein. Vor allem aber können die Maschinen am Boden genauer unter die Lupe genommen werden.

Die Sportflieger teilen außerdem mit, dass es als Rahmen eines solchen Treffens natürlich auch Verpflegung für Teilnehmer wie Besucher vor Ort gibt. Da die Gastronomie derzeit ohne Pächter ist, sorgen dafür Helfer des Flugplatzes. Der Versorgungsbereich wird – wie auch die „Parkzone“ für die Flugzeuge am Boden – im Übrigen zu den Hallen hin auf dem Platz verlagert sein, um den Flugbereich mit Stadt- und Landebahn sowie „Taxiways“ so frei wie möglich zu halten. Der Zugang zu diesen Bereichen ist vom Besucherparkplatz aus durch die Schranke auf den Platz und nach Angaben des Veranstalters kostenfrei.rah

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