Musical-AG des Roswitha-Gymnasiums liefert „Oliver Twist“ als neues Stück ab: Montag noch einmal

Bad Gandersheim. Alle Jahre wieder – in etwa in der Zeit, in der auch die Domfestspielpremieren stattfinden – wird am Roswitha-Gymnasium ein neues Musical aufgeführt. In diesem Jahr hatte es die Bezeichnung „Schulmusical“ ganz besonders verdient, denn es war vermutlich das größte Ensemble, das an einer solchen Produktion mitgewirkt hat. Die kleine Bühne des Forums im Gymnasium – ohnehin vor Kurzem schon um einen nicht unwesentlichen Teil vergrößert, konnte die Masse an Akteuren nur mühsam fassen.

Darüber hinaus war das 22-köpfige Orchester für die Live-Musik verantwortlich und sorgte ein umfänglicher Stamm an Helfern für Bühnenbild, Maske, Technik und anderes mehr. So dürften diesmal mehr als 50 Mitwirkende an der Produktion beteiligt gewesen sein.
Aufgeführt wurde nichts Geringeres als „Oliver Twist“. In der Gesamtlänge, einschließlich einer Pause, waren die zum Teil aus den jüngsten Klassen des Gymnasiums stammenden Akteure gute zweieinhalb Stunden gefordert. Allein das eine Leistung, die Respekt abnötigt. Mehr noch, dass hier nicht nur geschauspielert wurde, sondern vor allem natürlich gesungen. Und das mit teilweise erstaunlich gut ausgebildeten und talentierten Stimmen vom Hauptdarsteller des Oliver Twist, Jan Niklas Ehgart, über Lena Brodtmann als Mrs. Fagin, Chefin der Diebesbande, die Olivers zeitweilige Heimat wird.

Luca Hobusch als Leiterin des Armenhauses, aus dem Oliver kommt, hat sogar schon eine Ausbildung in der Domsingschule genossen, was auf der Bühne deutlich hörbar war. Doch auch der männliche Gegenpart Lucas Mennecke als Gemeindediener Mr. Bumble ließ gegenüber früheren Jahren deutliche gesangliche Fortschritte hören, um nur einige der Akteure zu nennen. Das war der technisch über Mikroportanlagen verstärkte Grundstock, der Chor im Hintergrund aus allen anderen Beteiligten musste ohne auskommen, was angesichts der Vielzahl an Stimmen im Forum aber kein Problem war.

Das war am Mittwoch bei der Premiere fast ausverkauft, ein paar Plätze gab es wohl noch. Die Zuschauer, vielfach auch Eltern der Mitwirkenden, waren am Ende aber restlos begeistert über die große Gemeinschaftsleistung des von Susanne Heubach, Roland Meyer, Valerian Wangler und vielen anderen verantworteten Musikprojektes. Das natürlich zu schade ist, nur einmal aufgeführt zu werden, deshalb folgte eine zweite Aufführung bereits am Donnerstag. Wer das Stück selbst noch einmal sehen möchte, hat dazu letzte Gelegenheit am kommenden Montag, 18. Juni, ab 19 Uhr im Forum. Karten dafür sind noch zu sechs Euro (Jugendliche) und zehn Euro (Erwachsene) während der großen Pausen auf dem Schulhof des Roswitha-Gymnasiums (Gebäude 3, 9.15 - 9.30 Uhr, 11.05 – 11.25 Uhr) oder in der Buchhandlung Pieper erhältlich.rah

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