Raum für Begegnungen im Ortskern

Weltbühnen-Café öffnet am 12. Januar / Gastraum mit ehrenamtlichem Engagement neu gestaltet / Zusätzliche Veranstaltungen geplant

Vorstandsmitglied Birgit Böttcher an der Theke.

Heckenbeck. Neu gestaltet zeigt sich der Gastraum der früheren Dorfkneipe in der Weltbühne Heckenbeck. Mit dem Engagement von Mitgliedern des Vereins Kunst und Kommunikation, Ehrenamtlichen sowie unentgeltlicher Unterstützung durch Handwerker und Spenden erhielt er ein einladenderes Erscheinungsbild. Am kommenden Sonntag, 12. Januar, öffnet erstmals in dem veränderten Ambiente das Weltbühnen-Café.

Vom ehrenamtlichen Kneipenteam sei der erste Impuls gekommen, etwas zu renovieren, berichtet Vorstandsmitglied Birgit Böttcher, die in der Geschäftsführung des Vereins ist. Innerhalb von vier Monaten sei der Raum dann komplett neu gestaltet worden. „Wir wollten am Anfang eigentlich nur ganz wenig machen“, sagt Böttcher. Einmal begonnen, habe das Vorhaben dann aber an Dynamik gewonnen. Im Vorfeld seien auch die Heckenbecker in den Entscheidungsprozess unter anderem für die Farbgestaltung miteinbezogen worden.

Im ersten Schritt seien mehrere Schichten Tapeten entfernt worden, deren Optik die unterschiedlichen Geschmäcker und Stile lange zurückliegender Jahrzehnte erkennen ließ. Der alte PVC-Boden wurde entfernt. Darunter kam ein Holzboden zum Vorschein. Dieser wurde aufgearbeitet, das heißt abgeschliffen und geölt. Leisten gleichen an einigen Stellen Abstände im Boden aus.

An der Stelle, wo sich früher der große Wandschrank befand, folgten vom Thekenraum aus zwei Wanddurchbrüche. Dabei haben die Beteiligten auch einen Balken freigelegt, „um auch einen kleinen Akzent zu setzen“, erläutert Hausmeister und technischer Leiter Christian Fox. Wände wurden aufgestemmt für neue Leitungen, bestehende Leitungen teilweise ersetzt. Das Team hat im hinteren Bereich einen Durchbruch geschlossen und zugemauert, hinter dem sich ein „uralter“ Fernseher befand. Lüftungen wurden ebenfalls geschlossen, was auch für einen früheren Türbereich gilt. Die Wände erhielten einen Putz aus Lehm, auch Kalkglätte kam zum Einsatz. Der Anstrich erfolgte teilweise mit Lehmputzfarbe.

Gedanken machte sich das Team auch, wie das Raumlicht verbessert werden kann, wobei noch eine Konstruktion mit spanischen Dachschindeln entsteht, sodass das Licht nach oben wegstrahlen kann.

An der Theke können Gäste auf gesponserten Hockern sitzen. Wichtig war den Beteiligten auch eine bestmögliche Anordnung der Tische. „Ich denke, wir haben das Optimale herausgeholt“, so Böttcher. Im Außenbereich wurden Fensterrahmen neu angestrichen.

Seit 2013 bietet der Verein Kunst und Kommunikation den Raum als Treffpunkt an. Seit drei Jahren wird zweimal im Monat geöffnet in Verbindung mit der freitäglichen Tanzgaudi, um auswärtigen Besuchern die Gelegenheit zu bieten, sich noch einige Zeit vor Ort aufzuhalten. Zugleich soll den Heckenbeckern die Möglichkeit zu Begegnungen geboten werden, auch weitere Gäste sind gern gesehen, so Fox. Geöffnet ist nach seinen Worten in diesem Jahr erstmals am 31. Januar von 20.30 Uhr bis open end. Für die Bedienung sorgen Ehrenamtliche und Vereinsmitglieder.

Mit Eröffnung des ebenfalls ehrenamtlich betriebenen Weltbühnen-Cafés jeweils am zweiten und vierten Sonntag im Monat von 15 bis 18 Uhr werde einem oft geäußerten Wunsch entsprochen, so Böttcher. Angesprochen werden sollen damit auch Teilnehmer der Dorfführungen und Menschen, die durch einen vielfach ausgestrahlten NDR-Film auf den Ortsteil aufmerksam geworden sind. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, einzukehren. Fragen zu stellen und sich zu informieren. Angeboten werde als Schwerpunkt Kaffee und Kuchen, betont Böttcher und kündigt an, dass am 9. Februar und 10. Mai zusätzlich von 10 bis 14 Uhr Brunch angeboten wird und das Café danach durchgehend bis 14 Uhr öffnet. Zusätzlich zu den genannten Öffnungen soll es auch kleinere Veranstaltungen geben wie Lesungen, Diavorträge und Beiträge aus dem weiten Feld der Kleinkunst.art

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