Reizvoller Ort mit Anziehungskraft

Steigende Besucherzahlen bei Kunst und Kürbis in Gehrenrode / Angebote an mehreren Stationen

Ortsvorsteherin Ingrid Lohmann zeigte den Dorfplan...

Bad Gandersheim. Ausflugsziel und Treffpunkt von vielen Interessierten aus der Region ist am vergangenen Sonnabend und Sonntag das Dorf Gehrenrode gewesen. Die Veranstaltung „Kunst und Kürbis“ machte den Reiz des Bad Gandersheimer Ortsteils deutlich. Das Programm war Bestandteil der Reihe „Rosen & Rüben 2019“, einem Projekt des Netzwerks Kultur und Heimat im Hildesheimer Land, das die Region in all ihrer Vielfalt zeigen will.

An beiden Tagen waren zahlreiche Besucher auf dem Rosenhof und bei den anderen Stationen unterwegs. Sie informierten sich über die Angebote und entschieden sich für den einen oder anderen Kauf. Bereits am Sonnabend sind deutlich mehr Gäste im Vergleich zu den ersten beiden Auflagen gekommen, berichteten Ingrid Lohmann und Barbara Staschek vom Rosenhof. Die Besucher reisten nach ihren Worten aus einem Radius an, der von Hildesheim über Dassel bis nach Northeim reichte.

Zum Publikum hätten viele Radfahrer gehört, einige seien bis Bad Gandersheim mit dem Zug gefahren. „Es waren immer Leute da“, freute sich Staschek über den kontinuierlichen Besucherstrom, der auch zu Axel Schöpf und Thomas Schmalz führte. Mehr Zuspruch hätte allerdings der Auftritt des Trio Coppo verdient gehabt.

Am Sonntag sorgte ein Hofmarkt für zusätzliche Anziehungspunkte. „Ein interessantes Konzept“ meinte Elke Maischack aus Eschershausen, die sich über das Interesse an den Angeboten ihres Standes freute. Weitere Stationen waren der Hofladen Seiler, die Goldschmiedin Heike Probst und das Restaurant Artemis.

Eine Möglichkeit, das rund 230 Einwohner zählende Dorf näher kennen zu lernen, bot der Rundgang mit Ortsvorsteherin Ingrid Lohmann. Sie zeigte den Teilnehmern zunächst einen Plan von Gehrenrode, der deutlich machte, dass es sich um ein Haufendorf handelte. Lohmann erläuterte, dass es keine Straßennamen gibt, sondern nur Hausnummern. Vergeben worden sind sie in der Reihenfolge der Bauanträge.

Die Ortsvorsteherin berichtete über die Geschichte des Rosenhofes, bevor die Gruppe zu mehreren Stationen im Ort zog. Außer der Kirche und weiteren Stellen gehörte dazu unter anderem das vom Bürgerverein betreute Dorfgemeinschaftshaus, das renoviert wird. So erfuhren die Teilnehmer unter anderem, dass die Schallsituation mit einigem Aufwand verbessert wurde.

Die Dauerkosten des Hauses würden getragen durch die Vermietung des ersten Stocks. Den Teilnehmern gefiel der Dorfrundgang. „Ich habe heute vieles gesehen, was ich noch nicht kannte“, sagte Henning Friemelt. „Ich war noch niemals in der Kirche in Gehrenrode“, nannte er ein konkretes Beispiel und fügte hinzu, dass er bereits seit 66 Jahren in Bad Gandersheim lebt.

„Mir gefällt die gut erhaltene Struktur“, schilderte Mechthild Wunram ihren Eindruck. Die Dorfgemeinschaft scheine über unterschiedliche Generationen gut in Harmonie hier zu leben, so der Gast aus Schellerten, der schon desöfteren in dem Ortsteil gewesen ist.

Aus Salzgitter-Engerode war Rundgangs-Teilnehmer Alf Müller zu „Kunst und Kürbis“ gekommen. „Der Gesamteindruck ist in Ordnung. Man hat das Gefühl richtig auf dem Dorf und nicht nur in einem Ortsteil zu sein“, schilderte er seinen Eindruck. Für das kommende Jahr ist angedacht, die Reihe Kunst und Kürbis an zwei Terminen im Jahr in Gehrenrode fortzusetzen, kündigte Barbara Staschek an.art

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