Uf Widerluege Bad Gandersheim

Campingplatz-Pächterpaar Buntschu beendet Ende Oktober sein Engagement in der Roswithastadt

Hören nach fünf Jahren Ende Oktober auf: Bruno und Tatjana Buntschu.

Bad Gandersheim. Es galt als Geheimtipp, das Campingplatz-Restaurant „Zum Schweizer“. Nun ist bekannt geworden, dass die Tage der Schweizer Gastronomie unter Leitung der Familie Buntschu leider gezählt sind: Am 31. Oktober endet das Engagement der beiden sympathischen Platzpächter bereits. Bis dahin werde das Restaurant aber noch geöffnet haben, erfuhr das GK auf Nachfrage.

Grund der Veränderung ist der Pächterwechsel für den gesamten Platz (GK berichtete im August bereits). Der Gandersheimer Kur-Campingplatz ist von der Regenbogen AG mit Sitz in Kiel übernommen worden. Sie ist ab dem 1. November neuer Platzbetreiber. Die Regenbogen AG betreibt mit dem Gandersheimer Platz zusammen dann 14 solcher Campinganlagen. Im näheren Umfeld sind unter anderem in Dransfeld und bei Bad Harzburg weitere Plätze. Da die bisherige Pächterfamilie Buntschu mit der Stadt Bad Gandersheim einen Erbbaurechtsvertrag hatte, hat die Regenbogen AG diesen als Vermögen von ihnen erworben.
Regenbogen-Vorstand Rüdiger Voßhall bestätigte gegenüber dem Gandersheimer Kreisblatt, dass im Zuge der Übernahme Veränderungen auf dem Platz geplant seien. Die Gesellschaft wolle bereits in diesem Winter mit Renovierungen und Baumaßnahmen beginnen. Das betreffe unter anderem die Sanitäreinrichtungen und Versorgungsgebäude.

Bekannt geworden war auch schon vorab, dass eine Platzerweiterung um eine Fläche beabsichtigt ist, auf der nördlich der Eterna Richtung Waldrand feste Holzhäuser mit unterschiedlicher Ausstattung von Basic bis Premium errichtet werden sollen. Damit werde einem Trend Rechnung getragen, dass Reisende Einzelübernachtungen bis ganze Ferienaufenthalte auf Campingplätzen suchen, wobei sie aber gern ein festes Gebäude als Unterkunft haben möchten. Auch Zweiradtouristen gehören in diese Gruppe.

Für die Umsetzung solcher Projekte suche sich die Regenbogen AG lokale Kooperationspartner, so Rüdiger Voßhall gegenüber dem GK. In Bad Gandersheim habe man einen solchen in der part AG von Dr. Gisbert Voigt gefunden. Die planungsrechtlichen Schritte zur Umsetzung dieses Projektes sind bereits eingeleitet, die Fertigstellung soll – wie bei allen anderen Vorhaben auf dem Platz auch – natürlich noch rechtzeitig vor Beginn der Landesgartenschau erfolgen.

Und wie geht es mit den bisherigen Pächtern weiter? Tatiana Buntschu, die den Kur-Campingpark derzeit noch mit ihrem Mann leitet, blickt positiv in die Zukunft. Das Ehepaar begrüßt seit 2015 Gäste auf ihrem Platz und hat dabei viele Freunde gewonnen. „Nun geht es zurück in die Heimat, in die Schweiz. Wir wollen erstmal eine Pause einlegen und dann sehen, wie es weitergeht“, so Buntschu. Nach ihrer wohl verdienten Auszeit überlegt sie, ihren alten Beruf als Musiklehrerin wieder auszuüben.

Da das Ehepaar in Bad Gandersheim über die Jahre viele Freunde gefunden hat, sind sie sich sicher, nicht das letzte Mal in der Roswithastadt gewesen zu sein. „Wir werden auf jeden Fall wiederkommen, um auf dem neuen Platz zu campen und um Kontakte zu pflegen. Auch die Stadt hat uns sehr gut aufgenommen und wird uns nicht so schnell verlieren“, sagt Buntschu in Erinnerungen schwelgend.

Der Campingplatz und das Restaurant „Zum Schweizer“ sind noch bis Sonnabend, 31. Oktober, geöffnet. Buntschu sagt, dass Campingplatz und Restaurant ja auch zukünftig erhalten bleiben werden. Durch neue Pächter würden sich wohl vornehmlich der Name und die Ausrichtung des Restaurant verändern.rah/hei

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