Zoll beschlagnahmt über 120.000 Ecstasypillen an der A7

Braunschweig. Über 120.000 Pillen Ecstasy hat der Zoll an der Bundesautobahn 7 im Landkreis Göttingen nahe Kassel beschlagnahmt. Es handelt sich bei den rund 57 Kilogramm Ecstasy um den größten Rauschgiftfund des Hauptzollamtes Braunschweig bei einer Routinekontrolle.

Auf dem Rastplatz Staufenberg an der Autobahn 7 kontrollierte der Zoll einen türkischen Lastwagen. In dessen Fahrerkabine fanden die Kontrollbeamten mehrere Taschen, die mit blauen und orangenen Tabletten gefüllt waren. Typisch für Ecstasy trugen die Tabletten eine auffällige, zweckentfremdete Prägung, hier die des amerikanischen Automobilbauers "Tesla".

Die eigentliche Ladung war hingegen unproblematisch, wie eine genauere Untersuchung des gesamten Fahrzeugs mit Hilfe eines Rauschgiftspürhundes der Landespolizei Thüringen zeigte. Im Vergleich waren auch die paar selbstgestopften Zigaretten, mit denen der sichtlich nervöse Fahrer die Zöllner zu Beginn der Kontrolle ablenken wollte, unproblematisch.

"120.000 Ecstasypillen mit einem Straßenverkaufspreis von über 700.000 EUR sind nicht nur 'bei uns auf dem flachen Land' eine erschreckend große Menge. Der Fund zeigt, wie wichtig und richtig es ist, dass der Zoll nicht nur an Flug- und Seehäfen, sondern auf allen Verkehrswegen kontrolliert," kommentiert Pressesprecher Andreas Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig.

Hinsichtlich der Gefahren der "Tesla"-Tabletten, vor denen selbst in einschlägigen Internet-Foren regelmäßig gewarnt wird, meint Zollamtmann Löhde: "Die Meldungen der letzten Zeit zeigen: Meinen Kolleginnen und Kollegen von der Kontrolleinheit Verkehrswege Göttingen haben vielleicht Leben gerettet!

Darum kann ich zu diesem Fund nur gratulieren". Der 36-jährige Fahrer wurde noch vor Ort festgenommen und befindet sich noch in Haft.

Die Ermittlungen hat inzwischen das Zollfahndungsamt Frankfurt / Main als zuständige Behörde für die Verfolgung schwerer und organisierter (Zoll-) Kriminalität im Auftrag der Staatsanwaltschaft Göttingen übernommen. Um diese Ermittlungen nicht zu gefährden, konnte der Aufgriff nicht früher öffentlich gemacht werden. Er erfolgte bereits am 15. September 2020.ots

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