Konzept zeigt Wirkung

Keine schwerwiegenden Straftaten

Polizei Bad Gandersheim zieht Resumee ihres Einsatzes anlässlich des 39. Altstadtfestes

Bad Gandersheim. Die Polizei in Bad Gandersheim hatte im Vorfeld des Altstadtfestes in Zusammenarbeit mit Vertretern der Stadt Bad Gandersheim und des Gandersheimer Wirtschaftsforums GWF das bestehende Einsatz- und Sicherheitskonzept erörtert und angepasst.

Das gemeinsam erarbeitete Sicherheitskonzept ist aufgegangen, zu schwerwiegenden Straftaten kam es nicht. An beiden Tagen zählte die Polizei insgesamt 13 Strafanzeigen, darunter sieben Körperverletzungen. Meist blieb es bei geringfügigen Verletzungen.

Ein 17-jähriger Jugendlicher wurde allerdings durch einen Schlag mit einer Glasflasche am Kopf getroffen und musste mit dem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Darüber hinaus wurden vier Diebstahlsdelikte und eine Sachbeschädigung angezeigt.

Ein 36-jähriger Bad Gandersheimer wurde unter Alkoholeinfluss in seinem Kraftfahrzeug auf dem Weg nach Hause kontrolliert und musste neben einer Blutprobe auch seinen Führerschein abgeben. Ein 35-jähriger Festbesucher aus Bad Grund und ein 49-jähriger Seesener randalierten am Samstagabend betrunken an einem Getränkestand.

Da die Beiden den ausgesprochenen Platzverweisen nicht nachkommen wollten, mussten sie die Nacht zur Ausnüchterung im Polizeigewahrsam verbringen.

Einen Schwerpunkt bildete neben der allgemeinen Sicherheit für Festbesucher und Aussteller in diesem Jahr ein Maßnahmenpaket, das gezielt die Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs durch Jugendliche in den Fokus nahm. „Es ist seit Langem bekannt, dass übermäßiger Alkoholkonsum die Hemmschwelle herabsetzt und damit die Bereitschaft zur Begehung von Straftaten wie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen wächst“, erklärt die Leiterin des Polizeikommissariats Bad Gandersheim, Kriminalhauptkommissarin Dagmar Leopold.

Um dem frühzeitig einen Riegel vorzuschieben, war auch in diesem Jahr das Präventionsteam der Polizei in Kooperation mit dem Arbeitskreis Prävention und verschiedenen Netzwerkpartnern mit einem gut besuchten Informationsstand auf dem Fest vertreten. Mehr als 1000 Besucher nahmen an den beiden Veranstaltungstagen das Angebot von Informationen und Beratungsgesprächen wahr.

Ergänzend wurden durch die Polizei in diesem Jahr auch Jugendschutzkontrollen in und um den Veranstaltungsraum durchgeführt, um alkoholisierte Minderjährige frühzeitig aus dem Verkehr zu ziehen. Insgesamt acht alkoholisierte Jugendliche, der „Spitzenreiter“ mit 1,14 Promille, wurden bei den Kontrollen angetroffen und mussten von ihren Erziehungsberechtigten bei der Polizei abgeholt werden.ots