Bahnhofs-Toilette erneut Thema

SPD will Gespräche mit der Deutschen Bahn bis 30. Juni abschließen

Auf dem Bahnhof Kreiensen fehlt eine öffentliche Toilette für Reisende und Besucher. Gespräche mit der DB Station&Service führten bisher zu keinem Erfolg, sollen aber fortgesetzt werden.

Kreiensen. Bereits zur Ratssitzung am 4. September 2019 hatte die SPD-Fraktion eine Verbesserung der Situation für die Reisenden auf dem Bahnhof Kreiensen gefordert. Ein Kernpunkt des Antrages war die Schaffung einer öffentlichen Toilette für Reisende und Besucher auf dem Bahnhof Kreiensen. Nun hat die SPD-Fraktion einen Ergänzungsantrag für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Sanierung am 6. Mai gestellt.

„Der Bahnhof Kreiensen wurde in der Zeit vor der Corona-Pandemie von täglich etwa 3500 Reisenden genutzt; ein Großteil davon sind Umsteige-Reisende mit zum Teil längerer Verweildauer, insbesondere bei Anschlussbrüchen aufgrund von Zugverspätungen oder bei Ausfall des Anschlusszuges.

Auch in Kenntnis der Tatsache, dass die fehlende Toilette für die Reisenden auf dem Bahnhof Kreiensen nicht in der Verantwortung der Stadt Einbeck liegt, muss die Stadt ein Interesse daran haben, hier Abhilfe zu schaffen. Ein Bahnhof ist auch eine Visitenkarte der Stadt.

Für eine öffentliche Toilette auf dem Bahnhof Kreiensen sind derzeit folgende Alternativen im Gespräch: Entweder die Integration in das ehemalige Aufsichtsgebäude der DB als favorisierte und kostengünstige Variante oder ein Solitärbau auf städtischem Grundstück.

Die Gespräche mit DB Station&Service AG (S&S) hinsichtlich der Integration der Toilette in das ehemalige Aufsichtsgebäude führten nach anfänglich gutem und erfolgsversprechendem Beginn ebenso wenig zu einem Ergebnis, wie die Gespräche mit dem Eigentümer des Bahnhofsgebäudes, die Toiletten im Bahnhofsgebäude zu realisieren“.

Die ursprüngliche Frist für den Abschluss der Gespräche mit DB S&S zum 31. Dezember 2019 hat die SPD im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie und den ersten erfolgversprechenden Gesprächen zunächst nicht aufgegriffen. „Wir sehen jetzt allerdings den Zeitpunkt erreicht, die Realisierung einer öffentlichen Toilette auf dem Bahnhof Kreiensen endlich umzusetzen“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Klaus-Reiner Schütte.

Mit einem ergänzenden Antrag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Sanierung am 6. Mai soll die Verwaltung beauftragt werden, nochmals Gespräche mit DB S&S sowie dem Eigentümer des Bahnhofsgebäudes mit einer Deadline zum 30. Juni zu führen. Sind diese bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich, ist umgehend mit den Planungen zu beginnen. Führen die Gespräche zu keinem Ergebnis ist zum 1. Juli 2021 mit den Planungen für einen Solitärbau als Toilettenanlage auf städtischem Grundstück zu beginnen. Die erforderlichen Haushaltsmittel sind in einem Nachtragshaushalt für 2021 aufzunehmen.
Das macht nach Auffassung der SPD eine Übergangslösung aber keinesfalls entbehrlich. Denn jetzt und bis zum Abschluss der Planungs- und Baumaßnahmen steht den Reisenden überhaupt keine Lösung zur Verfügung. Diese müssen derzeit unter unwürdigen Bedingungen ihre Notdurft verrichten. „Wer den Eindruck erweckt, man könne mit nur wenig mehr als den 25.000 Euro für die Übergangslösung eine dauerhafte schaffen verkennt, dass auch die angestrebte Dauerlösung bewirtschaftet werden muss“, macht Schütte deutlich.

„Wir appellieren an die Einigungsfähigkeit der Deutschen Bahn. Dann wäre eine Toilettenanlage schnell und benutzerfreundlich zu realisieren“.red