Burgruine Greene: Neues Holzkreuz an der Südseite

Greene. Ein neues Holzkreuz ziert die Südseite am Fuße der Burgruine Greene, das aufgrund einer Initiative des Fördervereins Greener Burg durch Firma Hoffmeister (Lamspringe) unlängst dort angebracht wurde. Es ist einer von drei Mahnmal-Standorten von Holzkreuzen im Burgbereich, die ihren Ursprung dem früheren Wirken des Heimkehrer-Ortsverbandes Greene verdanken.

Das erste Mahnmal in Form eines schlichten Birkenstamm-Kreuzes wurde bereits 1951 durch den hiesigen Heimkehrer-Verband errichtet. 1952 fanden in der neuen Bundesrepublik Deutschland die groß angelegten Kriegsgefangenen – Gedenkwochen zur Freilassung der deutschen Gefangenen in russischen Kriegsgefangenen-Lagern statt. Das Ergebnis waren sieben Millionen Unterschriften, zusammengestellt in besonderen Ortslisten und nach Bundesländern geordnet. Dieses Gesamtwerk wurde Bestandteil der Greener Burg als zentraler Gedenkstätte des Verbandes der Heimkehrer, die als »Bundesweihestätte Burg Greene« 1953 eingerichtet wurde.

Seit 1961 befinden sich diese Listen im Stadtarchiv von Goslar. Ein zweites Holzkreuz an anderer Stelle auf dem Burgareal wurde 1954/1955 verwirklicht und durch einen Gedenkstein ergänzt. Nach der Auflösung der Bundesweihestätte 1961 – auch infolge eigentumsrechtlicher Belange – mussten auch die Gedenkeinrichtungen aufgegeben werden. Der Heimkehrer-Ortsverband Greene errichtete daraufhin als sogenannten dritten Mahnmal-Standort 1962 ein schlichtes Holzkreuz am gegenüberliegenden Waldrand, von dem ein guter Einblick auf das Burgareal bestand. Dieser Standort wurde bis 1985 beibehalten. Dann montierte man dieses Holzkreuz an der Südseite des Burgturms an. Dort verharrte es nochmals 35 Jahre; zwischenzeitlich wurde es mehrfach farblich aufgefrischt. Die Installierung des Mahnmal-Kreuzes auf das Burggelände war auch deshalb problemlos möglich geworden, weil die Gemeinde Greene 1970 Eigentümer der Burg und des Areals ge­worden war.

1974 gelangte die Burg infolge der gebietlichen Neuordnung in das Eigentum der Gemeinde Kreiensen und schließlich ist seit 2013 die Stadt Einbeck als Rechtsnachfolger jetziger Eigentümer. Die Belange der Betreuung der Burg und des Umfeldes nimmt der seit 2008 gegründete Förderverein Greener Burg wahr. Nach nunmehr 58 Jahren wurde auch dieses schlichte Holzkreuz an der gleichen Stelle am Burg-Turm durch ein neues Kreuz in gleicher Ausführungsart und Größenumfang ersetzt.red

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