Den natürlichen Bewegungsdrang fördern

Springen und dabei Spaß haben/Kreiensener Grundschüler nahmen am Projekt „Skipping Hearts“ teil

Die Kinder der dritten Klasse der Grundschule Kreiensen hatten bei dem Präventionsprojekt der Deutschen Herzstiftung „Skipping Hearts“ jede Menge Spaß.

Kreiensen. Ballspielen, Laufen, Springen. Kinder haben normalerweise einen natürlichen Bewegungsdrang, dem sie gerne nachgeben. Leider ist dies heutzutage nicht mehr ganz so selbstverständlich, da Computerspiele und das Fernsehen mehr und mehr Einzug in die Kinderzimmer halten. Um diesen natürlichen Bewegungsdrang wieder stärker zu fördern und Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren, hat die Deutsche Herzstiftung das Präventionsprojekt „Skipping Hearts“ (zu Deutsch: springende Herzen) ins Leben gerufen.

Mit dem Projekt sollen die Kinder so früh wie möglich mit einem gesunden Lebensstil vertraut gemacht werden, damit sich das Risiko, im Alter am Herzen zu erkranken, verringert wird. „Wir wollen damit einen sportlichen Anreiz schaffen, aber auch zeigen, wie einfach und auch günstig Sport sein kann“, so die Workshopleiterin Vanessa Wiemann von der Deutschen Herzstiftung, die am vergangenen Dienstag mit ihrem Projekt in der Grundschule in Kreiensen zu Gast war. Am liebsten hätten die Schüler der dritten Klasse mit ihrer Lehrerin Lena Ossenkopp wahrscheinlich sofort losgelegt, denn diese stürmten bereits sehr motiviert in die Turnhalle.

Dennoch erfolgte für alle zunächst eine Einführung in die Technik des sportlichen Seilspringens „Rope Skipping“ und auch in bestimmte Sicherheitsmaßnahmen. Die Trainerin erklärte den Schülern auch, wie wichtig ein gesundes Herz sei. Viel erklären musste Wiedemann jedoch nicht, denn so gut wie alle wussten bereits, dass es sich beim Herzen auch um einen Muskel handele, der trainiert werden wolle, damit er kräftig bleibe.

Danach erfolgte das Aufwärmen, das die Trainerin in Form eines Stopptanzes gestaltete. Dabei musste sich jeder zunächst ein Springseil holen, dieses kreisförmig auf den Boden legen und sich anschließend dort hinein stellen. Zu fetziger Popmusik durften die Grundschüler durch die Halle toben, und dann beim Stoppen der Musik sich schnell wieder eine Seilstation suchen. Anschließend wurden in der Halle sieben Stationen aufgebaut, an denen es galt, unterschiedliche Sprungvarianten zu üben. Neben dem sogenannten „Basic Jump“, dem Grundsprung, steigerten sich diese bis hin zum Überkreuzspringen.

Die Schüler legten viel Ehrgeiz an den Tag und probierten jede Station aus. Beliebt war auch das Springen zu zweit. Der Höhepunkt des Vormittages war jedoch die Vorführung für die Mitschüler, um das Erlernte präsentieren zu können. Diese sportliche Form des Seilspringens eignet sich zur Schulung und Verbesserung motorischer Grundfähigkeiten wie Ausdauer und Koordination durch die Teamarbeit wird aber auch gleichzeitig die Integration körperlich, aber auch sozial schwächerer Kinder vorangetrieben. „Die Erfolgserlebnisse beim Springen motivieren und erhöhen die Freude an der Bewegung“, so Vanessa Wiemann. Im Übrigen hätten nicht unbedingt nur Mädchen Spaß am Seilspringen, auch Jungs ließen sich dazu motivieren, da es für Fortgeschrittene auch viele coole Sprünge gebe, wie Wiemann sagte.

Die Deutsche Herzstiftung bietet den rund zweistündigen Basis-Kurs kostenlos an, allerdings müssen sich die Schulen darum bewerben. Das Projekt erfreut sich mehr und mehr großer Beliebtheit und hat bundesweit mit über 10.000 Workshops bereits mehr als 500.000 Kinder erreicht. Weitere Informationen unter www.herzstiftung.de.hn