Exponate von Ernst Kotucha fanden großes Interesse

Feierstunde im Heimatmuseum Greene / Dank für Bereitstellung von Ausstellungsobjekten aus dem Nachlass

Gäste der Feierstunde (von links): Maria Kotucha, Bruder Bernhard Schöpe, beide jetzt im Seniorensitz Luhmühle und Tochter Karin Kotucha.

Greene. Eine große Zahl Interessierter nutzte am vergangenen Sonntag die Feierstunde im Heimatmuseum zur Eröffnung der Ausstellungsobjekte des Kunsthandwerkers Ernst Kotucha. Vorsitzender Jürgen Sander begrüßte als Gäste des Heimatvereins Greene die Angehörigen und dankte für die Bereitstellung der zahlreichen Exponate aus dem Nachlass des im Jahr 2000 verstorbenen Künstlers.

20 Objekte der unterschiedlichsten Motive bereichern jetzt die Dauerausstellung im Greener Heimatmuseum. Über fünf Jahrzehnte weilte Ernst Kotucha im Flecken Greene und fand nach der Kriegsentlassung 1947 in verschiedenen Handwerks- und Industriebetrieben in der näheren Umgebung eine Beschäftigung. In seiner Freizeit betätigte er sich als so genannter Allround-Künstler. Schnitzarbeiten waren sein bevorzugtes Hobby. In der Ausstellung befinden sich Intarsien-Arbeiten, hervorzuheben das Greener Wappen, Wachskerzen-Modellierungen, Öl- und Aquarellgemälde, Bauernmalerei, Webarbeiten großen Stils. Bekannt ist, dass er drei Webstühle unterschiedlicher Größen erstellt hat, die heute noch von Angehörigen genutzt werden.

Ein besonderes Highlight konnte der Vorsitzende der Marinekameradschaft Admiral Hipper von Kreiensen und Umgebung, Dieter Henze, beisteuern. Ernst Kotucha hatte über Jahrzehnte in großformatigen „Logbüchern“ der Marinekameradschaft die fortlaufende Historie des Vereins in einer mit Schmuckelementen und ausgeprägter Handschrift versehenen Aufzeichnungen festgehalten. Das Ganze entspricht der bildlichen Wiedergabe in der Aufmachung der Historie des „Sachsenspiegels“. Beide Bände befinden sich Übergangsweise im Heimatmuseum und können während der nächsten Monate jeweils zu den Öffnungszeiten am 1. Sonntag des Monats besichtigt werden. Bei Interesse sind Sonderführungen möglich. Von Dieter Henze gab es zu den Werken noch ausführliche Hintergrundinformationen.

Der stellvertretende Vorsitzende Eberhard Völkel nutzte die Gelegenheit, auf viele persönliche Kontakte mit dem Geehrten hinzuweisen und Erinnerungen auch mit einigen Angehörigen zu vertiefen.

Im Ausstellungsbereich hat der Heimatverein ein Portraitbild des Geehrten integriert mit den persönlichen Daten und den Umfang seiner Schaffenskraft im Flecken Greene dokumentiert. Ein gleiches Bildnis überreichte der Vorsitzende als Dank des Heimatvereins an die Angehörigen. Zu der Feierstunde waren die Ehefrau, zwei Geschwister und drei Kinder, die allesamt in Greene geboren sind, gekommen. Bei Kaffee und Kuchen, zahlreichen Gesprächsrunden und einen Besuch in den Museumsräumen klang der Nachmittag aus.jhs

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