Haftungsrisiko zu groß: Mögliche Sperrung des Waldwegs

Lösung zum Erhalt soll gefunden werden / Wichtige Verbindung zu den Radstrecken

Die Kronen der Bäume am Weg drohen abzuknicken und stellen eine Gefahr dar.

Kreiensen. In der vergangenen Sitzung des Ortsrats Kreiensen berichtete Ortsbürgermeister Axel Ambrosy über die mögliche Sperrung des Waldwegs in Kreiensen. Dieser geht von der Eikestraße 40 aus und führt in die Leinewiesen, zum Schützenhaus unter dem Brunstein und grenzt an zwei Radstrecken.

„Der Waldweg erfreut sich großer Beliebtheit, da er auch ein Verbindungsweg zu den Radstrecken ist“, sagte Ambrosy. Am Ende des Weges verlaufen die Europaradstrecke R1 und der Leine-Heide-Radweg. Die Überlegung über die Sperrung des Weges entstand aus den Bedenken des Eigentümers. „Diese kann ich gut nachvollziehen“, so Ambrosy. Die Bäume rund um den Weg seien beschädigt und drohen abzuknicken. Das Haftungsrisiko sei zu hoch.

„Die Bäume müssten in den nächsten zwei Jahren weg“, weiß Ambrosy. „Wir müssen eine Möglichkeit finden den Weg zu erhalten. Ein ,Betreten auf eigene Gefahr’-Schild ist nicht einladend“, so Ratsmitglied Hans-Lothar Gute (Bürgerliste BL). Bis zum Tag der Sitzung äußerte sich der Eigentümer nicht weiter, ob es eine Möglichkeit gäbe, den Weg zu erhalten.

„Die Sperrung widerspricht dem Tourismus. In anderen Orten werden Wege geschaffen und hier wird einer gesperrt“, äußerte sich Ambrosy gegen die Schließung des Weges. „Die Kronen könnten jederzeit abknicken. Die Bäume sollten vorsorglich gefällt werden“, meinte Gute. „Man sollte mit der Stadt Einbeck einen Termin für eine Waldbegehung vereinbaren, um die Gefahren genau zu erkennen“, schlug Hans-Henning Eggert (BL) vor.
Petra Bohnsack, Ortsbürgermeisterin von Erzhausen, informierte, dass die untere Naturschutzbehörde miteinbezogen werden könnte. Insgesamt wurde deutlich, dass der feste Wille besteht, den Weg zu erhalten. Möglichkeiten dafür werden weiterhin geprüft.hei