Heimatverein Greene begrüßt neues Jahr

Neujahrsgespräch mit Vortrag / Jochen Prochnow zur Kreiensener Bahnhofsgeschichte

Der Vorsitzende des Heimatvereins Greene Jürgen Sander begrüßte die Gäste des Neujahrsgesprächs. Rechts: Gastredner Jochen Prochnow. Im Bild beim Jubiläum des Bahnhofsgebäudes im Jahre 2015.

Greene/Kreiensen. Die Darstellung der Eisenbahngeschichte um den Kreiensener Bahnhof erfreute die Besucher des diesjährigen Neujahrsgesprächs des Heimatvereins im Greener Heimatmuseum. Jochen Prochnow aus Kreiensen dokumentierte während der einstündigen Vorführung die Entstehungsgeschichte des Bahnhofs und des gesamten Umfeldes. Es wurde sehr deutlich, welchen Auf- und Umschwung das Eisenbahnwesen generell für die wirtschaftliche Entwicklung und speziell für den heimischen Bereich mit sich brachte.

Die Gäste in den voll ausgebuchten Vortragsräumen wurden traditionell mit einem Glas Sekt willkommen geheißen und es wurde auf das neue Jahr angestoßen. Unter ihnen auch Vertreter des Ortsrats Flecken Greene mit Ortsbürgermeister Pfefferkorn an der Spitze. Den Teilnehmern wurde zusätzlich eine umfangreiche Bilddokumentation auf besonderen Schautafeln geboten, die zu manchem Gesprächsstoff beisteuerten.

Vorsitzender Jürgen Sander hatte eingangs zu verstehen gegeben, dass die Eisenbahngeschichte um den Kreiensener Bahnhof von dem Redner schon in den umliegenden Ortschaftsbereichen ausführlich herausgestellt worden sei, nur in Greene bisher nicht. Die große Zahl der Zuhörer bestätigte das Interesse an diesem Thema.

In dem Zusammenhang erscheint es erwähnenswert, dass bereits um 1900 allein in Greene 38 Familien lebten, wo der Ernährer auf dem 1854 entstandenen Bahnhof in Kreiensen arbeiteten. Die Einwohnerzahl von Kreiensen hatte sich um diese Zeit mit 1.356 der von Greene mit 1.386 bereits angeglichen. Der Aufschwung Kreiensens setzte sich in den folgenden 100 Jahren kontinuierlich fort.

Die Geschichte des Bahnhofs Kreiensen in 150 Jahren

Prochnows Vortrag war geprägt von den unterschiedlichsten Bilddokumenten der Bahnhofsgebäude, einhergehend mit der Entwicklung der Ortschaft. Daneben waren Höhepunkte die Herausstellung der vielen hochrangigen Persönlichkeiten auf dem Bahnhofsareal und besonders die Eisenbahnwaggons mit den sich ständig verbessernden Lokomotiv-Gespannen, die allesamt den hiesigen Bahnhof während der vergangenen 150 Jahre passierten. Auch die Herausstellung der neuen Eisenbahnverbindung von Braunschweig über Kreiensen nach Holzminden im Jahr 1865 mit der steilen Streckenführung um Greene waren Beitrag seines Vortrags.

Der Heimatvereins-Vorsitzende dankte dem Redner für seine aufschlussreichen Darstellungen aus dem geschichtlichen Umfeld und der über 150 Jahre währenden Eisenbahnentwicklung in unserer Region. Als Geschenk konnte auch etwas historisches überreicht werden. Es handelt sich um die fotografische Darstellung des jahrhundertealten Kapellengebäudes in Kreiensen, das 1934 dem Bau der jetzigen Kirche zum Opfer fiel. Der Redner selbst hat darüber schon viele Ausführungen in seinen Heimatbüchern gemacht. Hier ist jedoch das Gebäude auf einer Kachel festgehalten von der Malerin Clara Stromberg/ Kuhlmann, was sich auch im Greener Heimatmuseum befindet und das Umfeld auf dem Gemälde in besonderer Weise herausstellt.jhs

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