Investor plant Nutzungskonzept

Ratsherr Klaus-Reiner Schütte stellte der Verwaltung Fragen zum Zustand des Bahnhofs

Viel diskutiertes Thema: die Situation auf dem Bahnhof in Kreiensen.

Kreiensen. Schon lange ist der Bahnhof in Kreiensen ein viel diskutiertes Thema. Unter andrem weil seit Dezember des vergangenen Jahres die Bahnhofshalle wegen zahlreicher Vandalismusdelikte nur noch zu den Öffnungszeiten der Agentur, die im Auftrag der Deutschen Bahn Tickets verkauft, geöffnet hat. So stehen dann Bahnkunden bei Wind und Wetter regelmäßig vor verschlossenen Türen, wenn ihr Zug Verspätung und der Anschlusszug nicht gewartet hat (wir berichteten). Auch der Ratsherr Klaus-Reiner Schütte hat dieses Thema aufgegriffen und dazu Anfragen an die Stadt Einbeck gestellt.

Schütte fragt in dem Schreiben, ob die Verwaltung in Kontakt mit dem neuen Investor des Bahnhofs stehe und ob Nutzungskonzepte und Zeitschienen für deren Realisierung bekannt seien. Außerdem bemängelt der Ratsherr, dass seit Monaten die Toilettenanlage geschlossen sei. Nicht nur diese Tatsache mindere die Qualität des Bahnhofs als stark frequentierten Umsteigeknoten im Regionalverkehr. Für das Image der Bahn, des neuen Investors und auch für das der Stadt Einbeck könne der jetzige Zustand hinsichtlich des Ziels attraktiver und kundenfreundlicher Bahnhöfe nicht zufriedenstellend sein, so Schütte.

Dazu gibt die Stadt in einem Schreiben bekannt, dass die Verwaltung in Kontakt mit dem Investor stehe. Ein erstes Nutzungskonzept habe dieser für Mai zugesagt, momentan suche der Investor noch einen Betreiber für die Nutzungsidee eines „Boardinghouse“. Gespräche bezüglich des Aufenthaltsbereichs und der Toilettenanlage seien nicht geführt worden.

Auf Nachfrage der Wirtschaftsförderung habe der Investor mitgeteilt, dass der Wartebereich erst wieder geöffnet werden kann, wenn zumindest im Erdgeschoss eine ausreichende Vermietungssituation vorhanden sei, damit die Kosten des Sicherheitsdienstes (welcher dann engagiert werden soll) sowie die Reinigung auf die Nutzer umgelegt werden könnten.

Zu den Kosten habe der Eigentümer gegenüber der Wirtschaftsförderung erklärt, dass er bereit sei, gegen ein Entgelt plus Übernahme der Kosten für Strom und Wasser sowie Reinigungsmittel die Toilettenanlage einem Betreiber zur Verfu¨gung zu stellen. Dieser sei jedoch gegenwärtig nicht in Sicht. Favorisieren wu¨rde der Investor eine Kombination aus gastronomischem Angebot im weitesten Sinne und gleichzeitigem Betreiben der Toilettenanlage.

Die Toiletten seien zudem bereits von der DB Station & Service AG geschlossen worden, also noch vor dem jetzigen Eigentümer. Eine Toilette siehe die Bahnhofskategorie, in die Kreiensen eingestuft sei, auch nicht vor. Die Frage nach dem Bau einer Toilettenanlage durch die Stadt Einbeck könne nicht beantwortet werden, heißt es weite. Es würden sich die Fragen stellen, ob in der Nähe von Gleisanlagen ohne zusätzliche Sicherung gebaut werden könne oder wie die Versorgung mit Frisch- und Abwasser geregelt sei. Grundsätzlich binde Beantwortung die Beantwortung aber Personalkapazitäten.

Es bliebe eine strategische Frage der Selbstverwaltungsgremien, ob die Toilette am Bahnhof benötigt werde und in die strategische Ausrichtung der Stadt passe.hn