Kinder zu starken Persönlichkeiten entwickeln

Der Lions Club Einbeck unterstützte erneut das Projekt „Kindergarten plus“

An beiden Nachschulungsterminen nahmen insgesamt 38 Erzieher aus Kindertagesstätten der Region teil. Eine Nachschulung fand im DRK-Kindergarten in Kreiensen statt.

Kreiensen. Die Entwicklung eines Kindes hängt von vielen Einflüssen und Faktoren ab. Das Projekt „Kindergarten plus“ der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft fördert verschiedene Entwicklungen der Kinder im Alter zwischen vier und fünf Jahren und zeigt unter anderem, wie Kinder richtig mit anderen Menschen und ihren Gefühlen umgehen können.

Am Donnerstag und Freitag in der vergangenen Woche fanden deshalb im DRK-Kindergarten in Kreiensen und in der BBS in Einbeck Nachschulungen für Mitarbeiter der Kindergärten aus der Region statt, an denen insgesamt 38 Mitarbeiter teilgenommen haben. Unterstützt wurden die Nachschulungen durch den Lions Club Einbeck mit 2.000 Euro. Begrüßt wurden die Teilnehmer von Dr. Alexander Bohrisch (Lions Club Einbeck), der die Wichtigkeit dieses Projektes herausstellte.

„Für uns ist besonders wichtig, den Focus auf die Kinder und Jugendlichen zu legen“. Vor fünf Jahren sei dieses Projekt angelaufen und habe sich seitdem sehr erfolgreich entwickelt, so Dr. Bohrisch. Deshalb habe man auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Lions Club Einbeck beschlossen, eine Nachschulung zu unterstützen.

Der Schwerpunkt der Spendentätigkeit des Lions Club Einbeck sind die drei Lions Jugendprojekte „Kindergarten plus“, „Klasse 2000“ und „LionsQuest“. Zur Zeit fördert der Club langfristig das Projekt „Klasse 2000“.

Schulungsleiterin war Stella Valentien von der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft, die als Programmkoordinatorin durch die beiden Tage führte. Das Projekt „Kindergarten plus“ zielt besonders auf die  Bedeutung der emotionalen Kompetenz ab, und kann auf unterschiedliche Weise in den Kindergartenalltag eingebaut werden. Dabei fördert es verschiedene Entwicklungen der Kinder. Außerdem sollen diese dabei auch widerstandsfähiger gegen Gefahren gemacht werden, wie zum Beispiel Süchte.  Auch mit ganz oben steht dabei das Erlernen, wie man Streit und Probleme ohne Gewalt lösen kann.

Das Lernen bei „Kindergarten plus“ baut auf Grundlagen der Wissenschaft auf: Bevor man etwas im Kopf lernen kann, muss man sich erst emotional weiter entwickeln.

Die Kinder lernen so an neun Vormittagen oder Nachmittagen etwas über die Themenbausteine Körper und Sinne, zum Beispiel über den  Tast- und den Hör-Sinn. Im Anschluss sprechen die Erzieher mit den Kindern über ihre Gefühle und wie man mit ihnen umgeht. Wichtig dabei ist auch das Miteinbeziehen von Freundschaft, Grenzen und Regeln. Dabei wird auch erörtert, wie man sich verhält, wenn man mit jemandem ein Problem oder Streit hat.

Alle Themen werden auf kreative Art und Weise durch Spiele, Übungen, Gespräche und Lieder den Kindern näher gebracht. Wichtige Bestandteile dabei sind auch zwei Handpuppen namens Tula und Tim.

Während des Projektes erhalten die Eltern Informationen über den Ablauf und anschließend über die Ergebnisse des Programms. Das kann zum Beispiel auch über einen Elternabend erfolgen.

Das Projekt „Kindergarten plus“ hat auch ein Güte-Zeichen namens Phineo, das zeigt, dass dieses Programm auch die entsprechende Wirksamkeit hat. Auch die Universität Lüneburg habe dies bestätigt, so Stella Valentien. Deren Ergebnisse aus Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Kinder, die bei dem Projekt mitgewirkt haben, besser mit anderen Menschen und ihren Gefühlen umgehen konnten als andere Kinder. Das Programm steht auch auf der Grünen Liste Prävention vom Landes-Präventions-Rat Niedersachsen.

2.100 Kindertagesstätten in Deutschland und Österreich nehmen an dem Projekt teil. „Das Projekt macht einfach Spaß“, so Valentien, die betonte, dass es ohne die Förderung des Lions Club nicht möglich gewesen wäre.hn

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