Renovierung Dorfgemeinschaftshaus: Großer ehrenamtlicher Einsatz

Bürger Erzhausens und der Siedlung Leinetal feiern Abschluss mit einem „Tag der offenen Tür“

Erzhausen. Am vergangenen Sonntag stand in Erzhausen das Dorfgemeinschaftshaus im Mittelpunkt. Mit einem „Tag der offenen Tür“ hatte der Förderverein Dorfgemeinschaftshaus, zum Abschluss der Renovierungsarbeiten, die Bevölkerung von Erzhausen und der Siedlung Leinetal eingeladen.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Jürries, konnte im großen renovierten Gemeinschaftsraum unter anderem Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (GK berichtete), Ortsbürgermeisterin Petra Bohnsack, den Landtagsabgeordneten Christian Grascha, den Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne sowie die Vertreter der Volksbank, Vorstandsmitglied Andreas Wobst, und Firmenkundenberater Karsten Dielzer begrüßen.

Eingangs bedankte sich Klaus Jürries bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen, Helfern und Sponsoren, die den Umbau möglich gemacht hätten. So könne man nun den ersten größeren Abschnitt, der den Umbau, die Renovierung und teilweise Erneuerung umfasst habe, abschließen. Die Corona-Zeit habe zwar für manche Verzögerung gesorgt, doch der Eingangsbereich, Flur, Toiletten und der große Raum (hier fand auch der offizielle Teil statt) konnten fertiggestellt werden. Die Restarbeiten sollen später in Angriff genommen werden, wenn wieder finanzielle Mittel zur Verfügung stehen würden und die Erlasse und Vorschriften gelockert seien.

Ein Blick in die Vergangenheit

Ein Blick in die Vergangenheit nahm der Vorsitzende anschließend vor. Nach Schul- und Vorschulnutzung bis zirka 1972 seien die Räumlichkeiten als Dorfgemeinschaftshaus genutzt worden. Bei der Eingemeindung in die Gemeinde Kreiensen wurde dann das ehemalige Schulgebäude an den Ortsrat und den Kulturverein zur Benutzung und Unterhaltung übergeben.

Auf Wunsch der Gemeinde erfolgte im Jahre 2008 die Gründung des Fördervereins „Dorfgemeinschaftshaus“. Dieser übernahm nach den Worten von Klaus Jürries nach einem vorgelegten Modell, mit einigen Änderungen, das Dorfgemeinschaftshaus. Dieser Status wurde auch nach dem Zusammenschluss der Gemeinde Kreiensen mit der Stadt Einbeck aufrecht erhalten. So stellt sich die Situation nun dar: Die Stadt Einbeck sei Eigentümerin, der Ortsrat für die Unterhaltung und der Förderverein für die Verwaltung zuständig. Mobiliar und Geschirr wurden seinerzeit aus Spenden und Zuschüssen angeschafft.
Die Renovierung sei notwendig geworden, um den Einwohnern sowie den Vereinen und Verbänden die Begegnungsstätte zu erhalten und attraktiver zu machen, da eine Gaststätte im Ort seit längerer Zeit nicht mehr vorhanden ist. Auch das Café habe vor geraumer Zeit den Betrieb eingestellt.

„Die Erzhäuser und Leinetaler brauchen eine Begegnungsstätte für Alt und Jung, wie die Generationen vor und nach uns“, äußerte sich der Vorsitzende des Fördervereins sehr deutlich. Auch Ortsbürgermeisterin Petra Bohnsack zeigte sich glücklich über den Abschluss der Renovierungsarbeiten. Sie ging im Einzelnen auf die Arbeiten ein, deren Kostenvoranschläge vom Ortsrat im Jahr 2019 eingeholt worden seien.

Beeindruckend die Finanzierung. Für die Kosten der kompletten Sanierung der beiden Toiletten, einschließlich der neuen Fenster und Trennwände, der Erneuerung der Elektrik, dem Einbau dimmbarer Leuchten, einer abgehängten Decke, Gardinen, Fotos, Bilderrahmen, elektrisch verstellbarer Leinwand und das Farbkonzept der Wände belaufen sich auf 26.400 Euro. Davon wurden 8000 Euro über Spenden finanziert. Wenn man es mit anderen Bauprojekten vergleiche sei das eine recht geringe Summe, betonte die Ortsbürgermeisterin. Den zahlreichen Unterstützen dankte sie herzlich.

Im Rahmen der Feierstunde überreichten die Vertreter der Volksbank, Bankdirektor Andreas Wobst und Karsten Dielzer, einen Scheck. Hiervon wurden die Beamerleinwand und der Rahmen bezahlt. Das Vorstandsmitglied des Kulturvereins, Michael Becke, übergab einen Beamer.

Abschließend berichtete Petra Bohnsack, die auch 2. Vorsitzende des Fördervereins ist, dass ein weiteres großes Event bevorstehe. Es geht dabei um das 70-jährige Bestehen, denn das Gebäude sei am 13. November 1951 als Schule eingeweiht worden. Dazu soll auch eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Schule in Erzhausen organisiert werden. Wer noch alte Fotos, Schulbücher, Tafeln und sonstige Gegenstände zum Thema Schule habe, möchte Petra Bohnsack oder Gudrun Sebbes Bescheid geben, damit ein Termin vereinbart werden kann.

Dann konnten die Räumlichkeiten in Augenschein genommen werden und für das leiblich Wohl war mit einem Kuchenbuffet und Getränken gesorgt.ic

Kreiensen

Großes Gefahrenpotenzial für die ganze Region