Richtiges Verhalten am Bahnhof und im Zug

Kindergartenkinder nahmen an Präventionstraining der Bundespolizei teil / Triebwagen-Besichtigung war der Höhepunkt

Zum Abschluss der Präventionsmaßnahme zeigte der Lokführer der DB, Michael Kusch, den Kindergartenkindern einen Triebwagen. Die Kinder durften mit einer symbolischen Fahrkarte auch in das Führerhaus und dort auch die Pfeife betätigen.

Kreiensen. Die Deutsche Bahn hat bundesweit über 5.700 Bahnhöfe und Haltepunkte. Das 34.000 Kilometer lange Streckennetz liegt zu einem großen Teil in bewohntem Gebiet, wie auch in Kreiensen und Umgebung. Damit es möglichst nicht zu schweren Unfällen kommt, ist die Verkehrssicherung und Verkehrserziehung schon im Kindesalter ein ganz besonders wichtiges Thema. Zu diesem Zweck veranstaltet deshalb auch einmal im Jahr der Kindergarten Greene zusammen mit der Bundespolizei, die für die Sicherheit an Gleisanlagen in Deutschland zuständig ist, ein Präventionstraining.

Die Vorbereitung hatten die beiden Erzieherinnen Sabine Kelpe und Anna-Lena Neumann übernommen, die den Kindern im Vorfeld anhand von Wimmelbildern die Gefahren an Gleisen verdeutlichten. Das Präventionstraining richtet sich speziell an die Vorschulkinder, die mit Eintritt in die Schule mehr und mehr selbstständig werden müssen und teilweise auf die Benutzung der Bahn angewiesen sind. „Die Kinder müssen so früh wie möglich für die Gefahren sensibilisiert werden“, so Kelpe.

Die häufigsten Unfallursachen und Eingriffe in den Bahnbetrieb sind das Betreten von Gleisen, Spielen an oder auf Bahnanlagen, Klettern auf abgestellten Fahrzeuge oder Oberleitungsmasten, Bewerfen von durchfahrenden Zügen sowie Überqueren von Bahnübergängen bei blinkendem Warnlicht oder geschlossenen (Halb)-Schranken.

So lernten die Kinder wie man sich sicher am Bahnsteig zu verhalten hat, weshalb es wichtig ist, nicht im Bahnhofsbereich zu spielen und wie lang die Bremswege der Züge sind. Wichtig war natürlich auch, über die Gefahren des Starkstroms aufzuklären, ebenso wie den Kindern auch zu vermitteln, dass man auf keinerlei Mutproben eingehen dürfe.

Im Anschluss an den theoretischen Teil folgte dann ein praktischer vor Ort. Ausgestattet mit Warnwesten und einer symbolischen Kinder-Fahrkarte ging es für die Gruppe in der vergangenen Woche auf große Fahrt von Greene zum Bahnhof in Kreiensen, wo sie von dem Polizeioberkommissar Detlef Lenger, Präventionsbeauftragter der Bundespolizei Inspektion Hannover/Revier Hildesheim in Empfang genommen wurden. Die Besichtigung eines Triebwagens war an dem Tag sozusagen die Belohnung für die acht Kinder.

Besonders Marlon erwies sich bei der Triebwagenbesichtigung als äußerst talentiert, besonders bei der Bedienung des Mikrofons. „Alle Gäste bereit sein zum Aussteigen“ rief er über die Lautsprecher. Auch durften die Kinder die Pfeife des Triebwagens ausgiebig austesten. Zur Freude aller fuhr der Lokführer mit ihnen auch ein kleines Stück vor und wieder zurück.

Ein großes Lob sprach Lenger der Erzieherin Sabine Kelpe aus, die das Training für die Kindergartenkinder hervorragend vorbereitet hatte.hn

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