Startschuss für Schulwald

Die Haupt- und Realschule in Greene übernimmt Verantwortung für einen eigenen Schulwald

Bei der Vertragsunterzeichnung für den neuen Schulwald: Schulleiter Sascha Schill, Franz Hüsing, Bettina Ackermann (Schulleiterin Grundschule Kreiensen/Greene) und Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (von links).

Greene. Gut gelaunte Schüler konnte man am Mittwoch in der Aula der Haupt- und Realschule (HRS) Kreiensen in Greene antreffen. Denn an dem Tag erfolgte die offizielle Unterzeichnung für ihr neues und nachhaltiges Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“.

Die HRS möchte und kann jetzt auch mit einem eigenen Schulwald unter dem Motto der Landesforsten-Stiftung „Zukunft Wald“ als Schule langfristig zum Klimaschutz und zu Nachhaltigkeit beitragen. „Wir haben jetzt 30 Jahre lang eine schöne Verantwortung für das, was dort demnächst wachsen soll“, so der Schulleiter der HRS, Sascha Schill.

Es sei ein sehr schönes Projekt, bei dem man natürlich nicht nur die Verantwortung für die Pflege trage, sondern auch die Erträge, wie die einer Streuobstwiese, ernten könne.

„Die Schüler sind das Wichtigste in diesem Projekt“, betonte Ralf Buberti, Fachbereich Umwelt, der in Vertretung der Landrätin Astrid-Klinkert-Kittel zu der Vertragsunterzeichnung gekommen war. Er rief die Schüler dazu auf, die Erlebnisse im Wald bewusst wahrzunehmen, denn das trage dazu bei, das Wissen erspürbar zu machen. „Ihr könnt jedes Jahr aufs Neue sehen, wie der Wald immer weiter wächst, und als CO2-Speicher eine wichtige Funktion übernimmt“, so Buberti.

Humorvoll wandte sich Stefan Hetzer von der Niedersächsischen Landesschulbehörde an die Schüler, und sagte, dass der Schulwald wunderbar in den Unterricht integriert werden könne. „Mal ganz ehrlich, Chemie ist doch ein fürchterlich langweiliges Fach, oder “, so Hetzer, der dafür viel Zustimmung erntete. Der Schulwald jedoch, werde nun als „grünes Klassenzimmer“ zu einem außerschulischen Lernort, denn zusätzlich erhält die Schule einen Analysekoffer, der in den Fächern Chemie, Biologie und Physik zum Einsatz kommen könne.

Die Bürgermeisterin der Stadt Einbeck, Dr. Sabine Michalek, betonte die Wichtigkeit dieses Projektes. „Mit diesem grünen Klassenzimmer tut Ihr nicht nur was für Euch, sondern auch für die nächsten Generationen“. Die HRS sei jetzt im Landkreis die dritte Schule mit einem Schulwald, und besonders schön sei, dass auch die Grundschule Kreiensen/Greene mit dabei sei. Franz Hüsing, Direktor der Stiftung „Zukunft Wald“ stellte das Projekt vor.

Die Zukunft des Waldes als wichtige Lebensgrundlage sei eine Herzensangelegenheit der Stiftung. Die Schulwälder seien Leuchtturmprojekte, in denen Schüler Verantwortung übernehmen. Seit 2009 macht sich die Stiftung „Zukunft Wald“ Landesforsten erfolgreich für die Belange des Waldes stark.

Dafür wird Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft geleistet und pädagogisch wertvolle Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen gefördert. Gerade in Zeiten der Naturentfremdung werden so Kinder und Jugendliche wieder raus in die Natur gebracht, denn im Wald lernen sie hautnah, welche lebenswichtige Funktionen er für Pflanzen, Tiere und Menschen übernimmt, als Lebensraum, Trinkwasserfilter und Lieferant sauberer Atemluft.

Die Stiftung will gerade junge Menschen begeistern und ermutigen, sich selbst für den Wald einzusetzen.hn

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