„Vertrauen, Zusammenarbeit, Achtung und Verständigung gilt es zu vermitteln“

Kreiensens Ortsbürgermeister Hans-Hennig Eggert bei seiner Gedenkrede am Volkstrauertag / Mitwirkung des Shantychores

Kreiensens Ortsbürgermeister Hans-Henning Eggert mahnte bei seiner Gedenkrede am Volkstrauertag, Grundlagen des Miteinanders zu achten, um Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Kreiensen. Mit dem vom Shantychor der Marinekameradschaft „Admiral von Hipper“ Kreiensen und Umgebung vorgetragenen Lied „Abschied vom Meer“ begann in Kreiensen am Ehrenmal auf dem Friedhof, die Gedenkfeier am Volkstrauertag für die Toten beider Weltkriege.

Eingangs dankte Ortsbürgermeister Hans-Henning Eggert den Bürgern für die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung und den Mitwirkenden. Die Freiwillige Feuerwehr und die Schützengesellschaft waren in Uniform mit dabei. Sein Dank ging auch an Pfarrer Mathias Kipp für den Gedenkgottesdienst.

Der Ortsbürgermeister erinnerte daran, dass vor 400 Jahren der Dreißigjährige Krieg begonnen habe, vor fast 100 Jahren sei der Erste Weltkrieg zu Ende gegangen und vor 72 Jahren der Zweite Weltkrieg. Aber: Unzählige Auseinandersetzungen folgten weltweit bis heute. Alle von Menschen gemacht und zu verantworten, betonte Hans-Henning Eggert.

Und wörtlich weiter: „Ich weiß nicht wie es ihnen geht, mich aber packt die Verzweiflung über diesen Hass und Dummheit auf unserem Raumschiff Erde. Auf eigener Erfahrung weiß ich, dass man ohne Vertrauen, Zusammenarbeit, Achtung und Verständigung nicht einmal ein Schiff über den Atlantik bringen kann. Es sind genau diese Eigenschaften, die es zu vermitteln gilt.

Wir hier in Kreiensen und unserer Heimat Deutschland haben 72 Jahre mühsam versucht die Welt zu verbessern. Nur retten können wir sie nur mit der gesamten Besatzung Raumschiff Erde. Lasst uns nicht nur hier und heute an die vorgenannten Kriege mit Millionen Opfern erinnern, damit wir nicht den Blick für die Gegenwart und Zukunft verlieren“.

Dann zitierte er Johann Wolfgang von Goethe: „Durch das Vergegenwärtigen vergangener Zustände, wird das augenblickliche Dasein erhöht und bereichert“.
Er wolle den Gedenktag aber auch als Tag des Dankens nutzen: „Danke für 72 Jahre Frieden in Deutschland, Danke für das Miteinander und das ehrenamtliche Engagement in Kreiensen für Menschen, die uns brauchen.“

Und er wiederholte seine Worte aus den vergangenen Jahren: „Frieden fängt bei uns an, in unserem Ort durch Respekt und Solidarität“.
Dann legten Hans-Henning Eggert und Nadine Seifert Doods den Kranz für den Ortsrat nieder. Die Jannowitzer-Kupferberger Heimatfreunde waren auch in diesem Jahr wieder durch Frau Liebig vertreten, legten ebenfalls einen Kranz nieder.

Den Abschluss der eindrucksvollen Gedenkfeier bildete das vom Shantychor gesungene Lied „Hundert Mann und ein Befehl“.

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