Freude über Platz auf dem Siegerpodest

Neujahrsempfang der Kreis-Sparkasse Northeim: Vorstandsvorsitzende Ute Assmann zieht Bilanz und spricht über digitalen Wandel

Die Gäste nutzten den Neujahrsempfang zur Kontaktpflege.

Northeim. Volles Haus: Mehr als 800 Gäste sind am Freitagabend zum Neujahrsempfang der Kreis-Sparkasse Northeim in die Schalterhalle der Hauptgeschäftsstelle „Am Münster“ gekommen. Bevor Vorstandsvorsitzende Ute Assmann eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres zog, sprach sie über den digitalen Wandel und die Perspektiven, die sich daraus für Kunden des Instituts ergeben.

„Smarte Assistenten mähen den Rasen, sorgen für ein warmes Badezimmer und sagen uns beim Verlassen des Hauses, ob wir einen Regenschirm benötigen oder einen Schal“,  erklärte Assmann, die zuvor die Sprachassistenten Alexa, Siri und Cortana erwähnt hatte. Smartphones würden im Jahr 2021 von geschätzt mehr als drei Milliarden Menschen weltweit genutzt. „Sie finden sie bei den Massai in Kenia genauso wie in ihrer Hand- oder Hosentasche“, erklärte sie an die Gäste gewandt. 

Der Vormarsch der künstlichen Intelligenz im Alltag und die damit verbundene Digitalisierung unserer Gesellschaft sei unaufhaltsam. Allen Branchen ­­­­­­– vom Bäcker bis zum Einzelhändler, vom Mittelständler bis zum Weltkonzern – eröffneten sich neue Herausforderungen, aber damit auch neue Chancen. Fachleute erwarten, dass sich während der kommenden zwei Jahre beinahe jedes Berufsbild radikal verändern werde. Eine Gesellschaft könne den Strukturwandel nur bewältigen, wenn sie die Chancen der Digitalisierung und des technischen Fortschritts für sich nutzen lerne. „Der Schlüssel hierfür ist Bildung“, so die Sparkassendirektorin.

Neue Geschäftsmodelle und die zunehmende Technisierung hätten auch bei den Kunden zu verändertem Nutzungsverhalten geführt. „Sparkassenkunden suchen inzwischen ihre Filiale nur noch einmal pro Jahr zu einer persönlichen Beratung auf“, berichtete Assmann. Mediale Angebote wie die Sparkassen-App, die Internet-Filiale oder das mobile Bezahlverfahren Kwitt würden im Schnitt rund 200 mal im Monat genutzt. Kunden könnten individuell, situations- und bedarfsabhängig entschieden, ob sie per App, im Netz oder doch lieber im persönlichen Gespräch mit ihren Ansprechpartnern in der Kreis-Sparkasse kommunizieren wollten. Wichtig sei, dass sich Kunden gut betreut und beraten fühlten.

Dafür hätten sie den Mitarbeitern schon mehrfach gute Noten ausgestellt. Bereits seit Jahren belege die KSN in den bundesweiten Kundenzufriedenheitsanalysen der Deutschen Sparkassenorganisation Spitzenplätze. „Im Jahr 2018 haben wir in Niedersachsen erneut einen Platz auf dem Siegerpodest errungen“, betonte Assmann, die auch den Weg zur „papierlosen Sparkasse der Zukunft“ aufzeigte.

Rückblickend auf 2018 erklärte die Rednerin, dass die KSN ihre Marktstellung weiter ausbauen und an der guten wirtschaftlichen Entwicklung in der Region partizipieren konnte. Die Bilanzsumme ist auf über 1,4 Milliarden Euro gestiegen. Möglich geworden sei dies vor allem dank der Bestände im Kundenkreditgeschäft. Diese bezeichnete sie als „das zentrale Rückgrat unserer Erträge“. Der Bestand der Firmenkundenkredite ist um beinahe fünf Prozent gewachsen. Um rund drei Prozent sind die Bestände im Bereich der privaten Wohnungsbaufinanzierung gewachsen. Trotz negativer Vorzeichen an der Börse und trotz anhaltender Konsumfreude wuchsen die Kundeneinlagen inklusive verwahrter Wertpapiere und Investmentfonds um etwa fünf Prozent auf nahezu 1,3 Milliarden Euro. Dank dieser Erfolge ist das Institut weiterhin im Spitzenfeld der niedersächsischen Sparkassen vertreten, erläuterte die Sparkassendirektorin.

Sie erinnerte daran, dass die KSN durch Spenden, Sponsoring und Stiftungen einen wichtigen Beitrag für die Region leistet. Mehr als 700.000 Euro seien 2018 für gemeinnützige Belange im Landkreis bereitgestellt worden: für die regionale Kulturarbeit, für den Sport und für Projekte im Bereich Umwelt und Wirtschaftsförderung. Die Vorsitzende des Verwaltungsrates Astrid Klinkert-Kittel würdigte das vorgelegte Zahlenwerk. Vorstand und Mitarbeiter haben in 2018 einen ganz hervorragenden Job abgegeben, erklärte die Landrätin unter Beifall. Sie seien das Herz und die Seele dieser Bank. Auf sie könne man sich verlassen, egal wie unruhig die Zeiten in der Branche auch sein mögen.art