Goldenes Ehrenzeichen des Harzklubs für Brocken-Benno

Gewürdigt wurde einmal mehr sein Engagement für den größten Berg des Harzes

Harzklub-Präsident Dr. Oliver Junk (links) und Ehrenpräsident des Harzklubs, Dr. Michael Ermrich (Mitte), zeichneten Benno Schmidt alias Brocken-Benno für seine Verdienste aus.

Brocken. Eine weitere Auszeichnung kann Benno Schmidt, den viele eher als Brocken-Benno kennen, sein Eigen nennen. Im Zuge der jüngsten Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit verliehen ihm der Ehrenpräsident des Harzklubs, Dr. Michael Ermrich, und Harzklub-Präsident Dr. Oliver Junk das Ehrenzeichen in Gold des Harzklubs.

Brocken-Benno bestieg über 8900 Mal den Brocken und wurde so zu einem Botschafter des Berges und der Harzregion. Dafür erhielt er im September diesen Jahres von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande für dieses Engagements. Aber auch auf dem Berg sind Dinge zu sehen, die er mitgeschaffen hatte. So wirkte der Wernigeröder aktiv bei der Erstellung von Wanderwegen, als Beispiele seien der Harzer Grenzweg und der Teufelsstieg genannt, mit. Aber auch bei der Harzer Wandernadel brachte er sich ein.

Der Gedenkstein auf dem Brocken, der an die Gipfelöffnung am 3. Dezember 1989 erinnert, geht auf seine Initiative zurück. Wer über die Brockenstraße den Berg besteigt, passiert diesen. Der 88-Jährige hat bereits ein weiteres Ziel vor Augen. In zwei Jahren wird er 90 Jahre alt, dann will er entweder den 9000. oder 9090. Aufstieg meistern. „Solange ich die Menschen für unsere wunderschöne Region und das Wandern begeistern kann, will ich weitermachen“, sagte er in einem Interview.

Harzklub-Präsident Dr. Oliver Junk machte im Rahmen der Feierlichkeiten deutlich, dass es die richtige Entscheidung war, die 30-jährige Tradition auf dem Brocken auch unter erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten. „Wir wollen und müssen uns heute hier treffen, um derjenigen mutigen Menschen zu gedenken, die damals in den Jahren 1989/1990 die friedliche Revolution erreichten. Wir wären sonst heute nicht hier“. Im Rückblick auf die vergangenen drei Jahrzehnte forderte er ein, nicht das Trennende immer wieder zu kritisieren, sondern das bereits Erreichte, Geleistete und Verbindende zu sehen.
Lebensverhältnisse seien unabhängig von Ost und West regional unterschiedlich.

Ehrenamtliche des Harzklubs gestalteten sofort nach der Wende länderübergreifend mit ihrem Engagement und ihrer Zuversicht maßgeblich das Zusammenwachsen zu einem gemeinsamen Harz, stellte Junk heraus und führte dazu an: „Lassen Sie uns mutig und zuversichtlich in die weiteren Jahre gehen!“ Brocken-Benno wird das gefallen.syg