Mundschutz-Masken statt Hochzeitsanzüge

Unternehmen Wilvorst nutzt Nähkapazitäten / Dringend benötigte Schutzkleidung entsteht

Produktionsmitarbeiterinnen Merita Stützer (vorn) und Milena Wieditz (hinten) nähen die Mund- und Nasenschutzmasken.

Northeim. Wilvorst, der Northeimer Spezialist für festliche Herrenbekleidung, reagiert auf die Corona-Pandemie. Seit Mittwoch produziert das Unternehmen unter anderem im niedersächsischen Northeim Mund- und Nasenschutzmasken.

Mit einer Kapazität von mindestens 50.000 Stück pro Woche – Tendenz steigend – möchte Wilvorst seine Nähkapazitäten nutzen, um die so dringend benötigte Schutzbekleidung in Form von Mundschutzmasken herzustellen. „Diese Schutzkleidung wird dringend gebraucht und wir können die Produktion auch noch steigern“, heißt es aus der Wilvorst-Geschäftsführung.

Nach den Schließungen im Einzelhandel hat sich der Bedarf geändert. Wo sonst Hochzeitsanzüge genäht werden, laufen die Nähmaschinen jetzt für Mund- und Nasenschutzmasken.

Die Stoffmasken sind waschbar und wiederverwendbar. Die Masken sind vor allem für den privaten Gebrauch gedacht, nicht für den intensivmedizinischen Einsatz.

Auch Unternehmen, Behörden und Pflegeeinrichtungen können so ihre Mitarbeiter schützen. Mund- und Nasenschutzmasken (auch ohne Zertifizierung) sind zum Eigen- und Fremdschutz durchaus zu empfehlen – so war es auch im NDR Postcast mit dem bekannten Virologen Christian Drosten zu hören.

„Durch die Produktion in Northeim made in Germany sind wir hier besonders flexibel und können zeitlich schnell auf neue Anfragen reagieren. Ferner wird aktuell an einer Erweiterung der Angebotspalette gearbeitet. Schutzkittel befinden sich in der Entwicklung und sollen ebenfalls bald produziert werden“, heißt es dazu von der Wilvorst-Geschäftsführung. Das Unternehmen Wilvorst gehört mehrheitlich seit dem Jahr 1993 zur bugatti Holding GmbH in Herford und beschäftigt an seinem Hauptsitz in Northeim mehr als 200 Beschäftigte.red

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