Passende Fördermöglichkeit für Fachwerk-Fünfeck entwickeln

Umweltminister Olaf Lies informierte sich über das Projekt / Neue Fördertöpfe des Landes sollen gefunden werden

Kamen zum Gespräch zu möglichen Förderprogrammen des Landes für das Fachwerk-Fünfeck zusammen: Jürgen Germerott (Fachdienst Bauaufsicht Duderstadt), Thomas Christiansen (Stadtbaurat Osterode), Minister Olaf Lies, Klaus Becker (Bürgermeister Osterode), Juliane Hofmann (Geschäftsstellenleiterin Fachwerk-Fünfeck), Simon Hartmann (Bürgermeister Northeim) und Harald Wegener (Bürgermeister Hann. Münden). Nicht im Bild: die Bürgermeisterin der Stadt Einbeck Dr. Sabine Michalek.

Region. „Das, was hier fünf Städte zusammen vollbracht haben, hätten fünf Städte allein für sich nicht geschafft“, betonte der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies am vergangenen Mittwoch. Der Minister war auf Einladung des Osteroder Bürgermeisters Klaus Becker in das Rathaus gekommen, um sich von den Vertretern der beteiligten Städte des Fachwerk-Fünfecks (Duderstadt, Einbeck, Northeim, Hann. Münden und Osterode) über das Projekt zu informieren.

Bisher wurde das Projekt von Fördermitteln des Bundes unterstützt, was jedoch jetzt ausgelaufen ist, und deshalb momentan durch kommunale Hilfe aufrecht erhalten wird. Hintergrund des Gesprächs ist nun, Landesfördermittel für das Projekt zu erhalten. Der Minister zeigte sich bei dem Gespräch begeistert von dem Projekt.

„Es ist ein Unterschied, ob man über ein Projekt liest oder persönlich von allen Beteiligten vorgestellt bekommt“, so Lies, der betonte, dass es hier gelungen sei, mehr als nur Ansätze zu entwickeln, sonders etwas, das bleibt erschaffen zu haben. Der Begriff Fachwerk-Fünfeck sei inzwischen ein feststehender Begriff, was auch über die Region hinaus erkannt werde.

Inzwischen sei es den Beteiligten aber auch gelungen, die eigene Einwohnerschaft auf die Arbeit des Fachwerk- Fünfecks aufmerksam zu machen und dafür zu sensibilisieren. „Fachwerk ist ein architektonisches Highlight, aber auch immer noch ein Hemmnis durch einen damit oft verbundenen höheren Investitionsaufwand“. Da die zu fördernden Projekte oftmals einfach nicht zu den vorhandenen Förderprogrammen passen würden, versprach Lies, auch andere Ministerien miteinzubeziehen, um passende Fördermöglichkeiten zu entwickeln. Inhaltlich könne bei einem zukünftigen Förderprogramm hier nicht nur das Thema Fachwerk im Vordergrund stehen, denn angrenzende Themen wie der Tourismus und die Stadtentwicklung seien auch ein Verbindungselement.

Der Osteroder Bürgermeister Klaus Becker bezeichnete das Projekt Fachwerk-Fünfeck als beinahe historisch für Niedersachsen. „Die beteiligten fünf Mittelzentren haben eine absolut positive Entwicklung durchlaufen, die inzwischen auch den Bürgern nähergebracht wurde“. Man habe gemeinsame Interessen und Probleme, und anstelle von Konkurrenzdenken kooperiere man miteinander. „Das ist von uns allen verstanden worden“, so Becker „und man freut sich über Erfolge des anderen“. Im Übrigen soll es auch eine weitere Kultur-Reihe des Denkmal-Kunstfestivals geben. Diese ist für das nächste Jahr, jedoch separat in den einzelnen Städten geplant. In Osterode soll es vor-aussichtlich im August und in Einbeck wahrscheinlich im April / Mai stattfinden. Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek sagte, sei großartiges Angebot des Ministers sei, weitere Ministerien mit ins Boot zu nehmen, um passende Fördermöglichkeiten zu entwickeln oder vorhandene zu harmonisieren.hn

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